Do., 17.05.2018

Sozialfonds für Rietavas Menschen in Notlagen helfen

Blättern im Archiv des Partnerschaftsvereins mit vielen Berichten über Spenden: Bernd Schweighöfer und Vaida Kadzimirsz.

Blättern im Archiv des Partnerschaftsvereins mit vielen Berichten über Spenden: Bernd Schweighöfer und Vaida Kadzimirsz. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - 

Etwas im Hintergrund, aber stetig arbeitend, gerade bei sozialen Hilfsprojekten, das ist der Partnerschaftsverein Rietavas-Saerbeck.

Von Alfred Riese

Was man dabei kaum glauben mag: Im jungen EU-Mitgliedsland Litauen, in dem Rietavas liegt, gibt es Menschen, bei denen es ohne diese Hilfe nicht weiter ginge. Öffentlich sichtbar zeigt sich der Verein einmal im Jahr mit einem Stand beim Adventsmarkt. Das ganze Jahr über pflegen man die Kontakte und sammelt Spenden.

Bis 2005 ging das Geld ausschließlich an das Altenheim in der kleinen Stadt, berichtet Vorstandsmitglied Bernd Schweighöfer. Seitdem gibt es zusätzlich einen Sozialfonds für Menschen in Notlagen. Der Erste, dem daraus geholfen wurde, war der kleine, an Leukämie erkrankte Julius. „Jeder, der in Rietavas in Not ist, kann sich an diesen Fonds wenden“, erklärt Vaida Kadzimirsz. Wer Geld bekommt, das entscheide eine Kommission vor Ort. Ein Auge darauf habe auch der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins in Rietavas, Albinas Maslauskis, der dort auch im Gemeinderat sitzt. Über 40 000 Euro habe der Fonds seit 2005 ausgezahlt, berichtet Vaida Kadzimirsz. Er speist sich zu einem Gutteil aus Spenden von Saerbeckern, aber auch aus Spenden etwa von Benefizkonzerten, manchmal in Saerbeck, mittlerweile auch in Rietavas.

Zu helfen gibt es genug. Ganz aktuell, wie Bernd Schweighöfer sagt: der 20-jährige Mantas, nach einem Unfall querschnittgelähmt. In der Familie reicht das Geld nicht für Krankentransporte, für Medikamente oder den Rollstuhl. 1000 Euro gab der Sozialfonds bisher. „Mantas braucht unsere Hilfe“, ruft Schweighöfer auf. In Litauen sei nicht alles abgesichert, auch manche großen Notfälle nicht. Weiteres Problem: Preise steigen stärker als die Einkommen, und gerade im Gesundheitssystem müsse vieles selbst gezahlt werden, sagt Vaida Kadzimirsz.

Wohin die Spenden gehen, davon überzeugen sich Mitglieder des Partnerschaftsverein regelmäßig vor Ort, versichern sie und Schweighöfer.

Zum Thema

Spendenkonto: Partnerschaftsverein Rietavas-Saerbeck, Volksbank Saerbeck, IBAN DE32 4006 9362 0011 4729 00 (Spendenquittungen auf Wunsch)



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