„Ars musica“ beim Leistungssingen in Rheine
Meisterhafte Wertung

Saerbeck/Rheine -

„Ars musica“ hat es wieder einmal geschafft. Bereits zum dritten Mal hat sich das 20-köpfige Saerbecker Vokalensemble unter der Leitung von Alexandros Tsihlis am Wochenende den von vielen heiß begehrten Meistertitel in Rheine geholt.

Dienstag, 12.06.2018, 08:30 Uhr
Das Saerbecker „ars musica ensemble“ bestätigte am Wochenende in Rheine den Titel Meisterchor.
Das Saerbecker „ars musica ensemble“ bestätigte am Wochenende in Rheine den Titel Meisterchor. Foto: privat

Insgesamt nahmen 37 Chöre aus Nordrhein-Westfalen am Leistungssingen des Chorverbandes NRW teil, um die Einordnung zum Meister-, Konzert- oder Leistungschor erreichen zu können. Die Jury war mit den Mitgliedern des Musikrats aus den Reihen des Chorverbandes hochrangig besetzt: Willi Kastenholz und Hans-Josef Loevenich (Vorsitzende), Ute Debus (Mitglied des Musikausschusses) und Harald Jüngst (Schul- und Kirchenmusiker).

Was die Musikauswahl betrifft, herrschen strenge Regularien, innerhalb dessen jeder Dirigent gewisse Freiräume erhält, bestimmte Stücke präferieren zu können. Vier Chorwerke aus unterschiedlichen Epochen galt es vorzustellen.

Als strophisches Volkslied entschied sich Alexandros Tsihlis für „Kume, kum Geselle min“, dessen Text und Musik aus dem 13. Jahrhundert stammt und das Jacob Christ 1967 vierstimmig setzte. Giovanni Pierluigi da Palestrinas „Sicut cervus desiderat“ aus der Renaissance, folgte an zweiter Stelle. Für die Sänger und Sängerinnen stellte dieses Beispiel anspruchsvollster Polyphonie eine hohe Herausforderung dar, die sie sozusagen meisterhaft bewältigt haben. Als Pflichtchorwerk der Moderne präsentierten sie „Lobe den Herrn“ des erst 25-jährigen Komponisten Max Rädlinger. „Der Junge ist toll, ich bin von seiner bereits absolut reifen Kunst fasziniert. Das Stück hat uns mit seiner außergewöhnlichen Rhythmik sofort gepackt“, lobte Tsihlis im Vorfeld zur Prüfung. Und jeder, der es jemals gehört hat, wird dies bestätigen. Die Jury schien von der Interpretation wohl auch mehr als überzeugt zu sein, denn es gab ein „sehr gut“ für die Leistung. „Tanz, Mädchen Tanz“ in der Bearbeitung von Heinrich Koch erfüllte die Vorgabe durchkomponiertes Volkslied perfekt. Mit diesem temporeichen Potpourri aus Melodien des 19. Jahrhunderts fand der Vortrag des „ars musica ensembles“ sein fulminantes Ende.

Auch die Wertung der Jury fiel mit zweimal „sehr gut“ und zweimal „gut“ meisterhaft aus.

Glücklich über dieses Ergebnis war nicht nur das Ensemble, sondern auch Bürgermeister Wilfried Roos, der seine Glückwünsche gleich per Mail verschickte.

Nach diesem schönen Erfolg wird aber gleich weiter gearbeitet. Schließlich steht die Konzertreise nach Griechenland im Herbst vor der Tür, mit einem höchstanspruchsvollen Programm, das noch den einen oder anderen Feinschliff benötigt.

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