Vorschlag für neue Förderrichtlinien / Termin für Runden Tisch noch offen
Mindestens 200 Euro pro Verein

Saerbeck -

Die neue Vogelstange der Sinninger Schützen, zweiter Bauabschnitt, hat das Zeug, zu einer Legende in den Annalen der Vereins-Kultur-Förderung in Saerbeck zu werden.

Samstag, 16.06.2018, 07:30 Uhr
Ausgangspunkt der Generaldebatte über Vereins-Kultur-Zuschüsse: die neue Vogelstange der BSG Sinningen am Bolzplatz in der Bauerschaft.
Ausgangspunkt der Generaldebatte über Vereins-Kultur-Zuschüsse: die neue Vogelstange der BSG Sinningen am Bolzplatz in der Bauerschaft. Foto: Alfred Riese

Die klein gedruckte Zeile mit der Summe aus dem Förderantrag des Vereins in einer Verwaltungsvorlage nahm die UWG im März zum Anlass, die gesamten Förderrichtlinien auf den Prüfstand stellen zu wollen. Die CDU schloss sich an. Bei der Ratssitzung im März führte das – aus Sicht der Vereine – zu einigen Verheerungen. Das Fass war aufgemacht, weitere Vereine fingen sich ein „Nein“ zu Investitionsanträgen ein. Seitdem grummelt es bei den Ehrenamtlern. Wohl auch deshalb drückte die CDU im Alleingang mit Unterstützung des Bürgermeisters Anfang Mai im Rat eine Dringlichkeitsdebatte durch. Ergebnis: Bevor Änderungen an den Richtlinien beschlossen werden, sollen die Vereine an einem Runden Tisch mitreden können.

Flotte sechs Wochen später steht ein Vorschlag für neue Förderrichtlinien im Ratsinformationssystem online, als Tagesordnungspunkt für die Sitzung des Kulturausschusses am Dienstag, 26. Juni (18 Uhr, im Bürgerhaus, Ferrieres­straße). Ein „Entwurf als Besprechungsgrundlage“ für den Runden Tisch mit den Vereinen sei sein Papier, betont Kämmerer Guido Attermeier. Ein Beschluss sei erst im Herbst vorgesehen. Einen Termin für den Runden Tisch gibt es laut Attermeier noch nicht.

Dem Kämmerer zufolge soll bei den Auszahlungssummen „grundsätzlich keine Gruppe schlechter gestellt werden“ als bisher. Ebenso grundsätzlich sollen – das war ein Wunsch aus der Politik – Investitionszuschüsse als Einzelfallentscheidungen wegfallen. Im Gegenzug schlägt Attermeier vor, Sockelbeträge einzuführen und die Pauschalen pro Mitglied zu erhöhen als für die Vereine „verlässlich kalkulierbare und frei verfügbare Fördersummen“. Jeder Verein, der in der Liste als kulturell tätig steht, bekäme dann mindestens 200 Euro Sockelbetrag. Ergibt die Rechnung mit der erhöhten Pro-Kopf-Pauschale von zwei Euro pro Erwachsenem (vorher ein Euro) und drei Euro pro Jugendlichem (vorher 1,55 Euro) eine höhere Summe, wird diese ausbezahlt. Sonderregelungen beim Heimatverein (sehr viele Mitglieder), der Bücherei (gar keine Mitglieder) und der Kolpingsfamilie und deren Blasorchester (bisher regelmäßig Investitionszuschüsse) sollen dafür sorgen, dass diese Gruppen weder bevorteilt werden noch den Kürzeren ziehen.

Unterm Strich rechnet Kämmerer Attermeier aus, dass sich die Vereins-Kultur-Zuschüsse um 3600 auf 16 400 Euro jährlich erhöhen.

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