Erste gemeinsame Ausstellung der Kunstvereine Ferrieres und Saerbeck
Keine Chance für Sprachbarrieren

Saerbeck -

Viel mehr hätten es nicht sein dürfen, als sich Mitglieder der Kunstvereine in Saerbeck und seiner französischen Partnergemeinde Ferrieres am Wochenende zur ersten gemeinsamen Ausstellung im Bürgerhaus trafen.

Sonntag, 17.06.2018, 17:30 Uhr
Bunter Saerbecker Beitrag: Julie mit einem Elefanten, Emma mit ihrem Fisch.
Bunter Saerbecker Beitrag: Julie mit einem Elefanten, Emma mit ihrem Fisch. Foto: Alfred Riese

Der Saal und das Kaminzimmer waren gefüllt mit Kunst, Kunsthandwerk und vor allem etlichen Besuchern, die die Sprachbarriere künstlerisch übersprangen.

Für Waltraud Klostermann, Vorsitzende des hiesigen Partnerschaftsvereins, ging mit der Eröffnung am Freitagabend „ein Traum in Erfüllung, der lange immer wieder zurückgestellt wurde“. Jean-Marie Perrotin, Leiter des Freizeit- und Kunsthauses (MLC) in Ferrieres, nannte die Ausstellung „nur einen ersten Akt“ und startete eine Charme-Offensive für eine Wiederholung im Partnerort: „Ihr habt einen sehr schönen Saal hier, und wir haben in Ferrieres auch einen sehr schönen Saal.“ Obendrauf gab es für alle Saerbecker Beteiligten Glasschalen mit Gravur, gefüllt mit Süßigkeiten, die in Ferrieres produziert werden – wer kann da widerstehen?

Zu sehen gab es in der Ausstellung, die am Samstag und Sonntag geöffnet war, einen Querschnitt aus den künstlerischen Aktivitäten der beiden Vereine. Pastell- und Buntstiftmalereien von Marie-France Collet und Lydie Vilar, Stickereien und Klöppelarbeiten von Colette Lacheure und Martine Farques, Spitze und Patchwork von Joceline und Roland Reignault. Gleich ihre Werkstatt mitgebracht hatten Josyane und Maurice Arnoux: Sie bespannen alte Stühle mit neuem, gedrillten Stoff und schaffen so Kunstwerke mit Nutzwert. Ein Hingucker waren die mit Stoff bespannten Schirme restaurierter alter Lampen, die Nicole Devis und Didier Poussin herstellen.

A us Saerbeck zeigte Anni Westers ihre Weißstickerei und fand mit Blick auf ihre französischen Kunsthandwerk-Kolleginnen, „Nadel und Faden bieten unheimlich viele Möglichkeiten“. Ludger Meyer drechselte an seiner Drehbank Holz, das nicht minder kunstvolle Formen annahm als die Stücke aus Susanne Gorkes Keramikatelier. Wie eingestreut standen etliche Skulpturen auf ihren Säulen da, Werke unter anderem von Hans Zinke und Kurt Kösters, dem Vorsitzenden des Kunstvereins Saerbeck: ein Kiepenkerl aus Holz, Katzen aus Stein und einiges mehr, das der Meißel geformt hatte. Bunter und lebhafter präsentierten sich die Kinder aus dem Malkurs von Brigitte Dolle. Unter anderem Emma, Lilly, Julie und Lina zeigten zwischen den Bildern ihrer Lehrerin einen ganzen, farbenfrohen Zoo.

Bürgermeister Wilfried Roos verließ die Nische mit seiner Tiffany-Glaskunstwerkstatt, um zur Begrüßung festzustellen: Vor 24 Jahren mit der Begründung der Partnerschaft „wollten wir, dass sich Bürger in Ferrieres und Saerbeck besser kennenlernen – es sind viele Freundschaften entstanden, auch im Bereich der kreativen Freizeitgestaltung“.

Das Akkordeonensemble der Musikschule begleitete die Ausstellungseröffnung musikalisch, unter anderem mit „Mamma mia“.

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