UWG zur Förderrichtlinien für Vereine
Einzelförderung muss bleiben

Saerbeck -

Die UWG meldet sich in Sachen Förderrichtlinien für Vereine zu Wort. Die UWG setzt sich dafür ein, dass die Möglichkeit der Einzelförderung von Vereinsprojekten bestehen bleibt.

Sonntag, 24.06.2018, 18:46 Uhr aktualisiert: 24.06.2018, 18:50 Uhr

Die UWG meldet sich in Sachen Förderrichtlinien für Vereine zu Wort. Wie diese Zeitung berichtete, hat die Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, einen Sockelbetrag (200 Euro) festzulegen sowie die pauschale Förderung pro Vereinsmitglied zu erhöhen und im Gegenzug Investitionszuschüsse als Einzelfallentscheidung wegfallen zu lassen.

„Die UWG wird sich dafür einsetzen, dass die Möglichkeit der Einzelförderung von Vereinsprojekten bestehen bleibt“, schreibt UWG-Fraktionschefin Mechthild Lüggert in einer Pressemitteilung. Nach den derzeitigen Förderrichtlinien finanzierten die Vereine ihren Grundbetrieb durch eigene Mittel wie zum Beispiel Vereinsbeiträge, Eigenleistungen oder Spenden. Dazu kämen pauschale Zuschüsse der Gemeinde pro Mitglied, die nicht zweckgebunden sind und den Vereinen zur freien Verfügung stehen. Zusätzlich könne die Gemeinde die Investitionskosten für Einzelprojekte fördern.

„Das Problem in der Vergangenheit bestand darin, dass Uneinigkeit zwischen den Vereinen und der Politik über den Begriff der Investitionskosten herrschte“, so Mechthild Lüggert. Die Lösung dieses Konflikts besteht nach Ansicht der UWG allerdings nicht darin, mit der Gießkanne mehr pauschale Fördermittel zu verteilen. Vielmehr müsse die Investitionsförderung im Einzelfall durch eine klar definierte Projektförderung ersetzt werden.

„Große Vereine können mehrere Projekte im Jahr haben als kleinere. Kleinere Vereine wollen vielleicht auch einmal ein großes Projekt durchführen, das sie nicht alleine oder aus pauschalen Gemeindezuschüssen schultern können. Es muss möglich sein, in diesen Fällen gezielt in Einzelfällen zu fördern“, erklärt die UWG-Fraktionsvorsitzende. 

Natürlich könne es für die Politik schwierig sein, das eine Projekt zu fördern, aber die Unterstützung bei einem anderen Projekt zu versagen. „Durch eine nicht zielgenaue Unterstützung mit der Gießkanne würde es sich die Politik allerdings zu einfach machen und sich der Verantwortung entziehen. Diskussionen bei der Beurteilung von Projektförderung muss die Politik aushalten, sonst gibt sie sich selbst auf“, so Mechthild Lüggert abschließend.

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