Ausschuss beschäftigte sich mit „Besprechungsgrundlage“ für einen runden Tisch
Diskussion um Kulturförderung

Saerbeck -

Die neuen Richtlinien für die Förderung anerkannter kulturell tätiger Vereine sind auf dem Weg in die Diskussion mit den Vorständen der 28 betroffenen Vereine, Gruppen und Einrichtungen. Der Kulturausschuss beschäftigte sich in seiner Sitzung am Dienstag mit dem Vorschlag von Kämmerer Guido Attermeier.

Donnerstag, 28.06.2018, 06:42 Uhr aktualisiert: 28.06.2018, 06:50 Uhr
Das Kolping-Blasorchester Saerbeck soll höhere Pauschalen für Auftritte im Dienst der Gemeinde bekommen.
Das Kolping-Blasorchester Saerbeck soll höhere Pauschalen für Auftritte im Dienst der Gemeinde bekommen. Foto: Tünde Kalotaszegi-Linnemann

Der hatte sein Papier als „Besprechungsgrundlage“ für einen runden Tisch mit den Vereinsvorständen vorgelegt (diese Zeitung berichtete). Einen Termin für dieses Treffen gibt es noch nicht.

Wohl aber gab es eine eindeutige Position von CDU, SPD und Verwaltungsspitze zum weiteren Vorgehen. Wenn der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 5. Juli, das Papier passieren lässt, sollen als Nächstes die Vereine das Wort haben. Damit bremsten Anne Raffel (CDU) und Felix Wannigmann (SPD) die UWG aus. Deren Fraktionsvorsitzende Mechthild Lüggert wollte am Dienstag bereits die politische Diskussion eröffnen. Sie plädierte dafür, die im Entwurf wegfallenden einzelnen Investitionszuschüsse auf eine „klar definierte, gezielte Projektförderung für Vereine umzustellen“. Diesen Ansatz wollte Silvia Nicola für die Grünen „definitiv nicht ausklammern“.

Kämmerer Attermeier bekräftigte, dass mit seinem Entwurf keine Gruppe schlechter gestellt würde als vorher. Eines der Ziele sei, in Zukunft mit möglichst wenig Einzelfallentscheidungen auszukommen. Größere Vorhaben von Vereinen könnten aber weiterhin einzeln diskutiert werden. Insgesamt plädierte Attermeier für einfach und gerecht.

Dafür kommt er allerdings nicht ohne Korrekturen am Prinzip der Pro-Kopf-Zuschüsse aus. Die Einbußen bei der Kolpingsfamilie, die bisher auch Investitionszuschüsse bekommen hatte, sollen ausgeglichen werden durch die Anhebung von Pauschalzuschüssen für den Karnevalsumzug (plus 300 Euro auf 500 Euro) und das Orchester für Auftritte im Dienst der Gemeinde (plus 720 Euro auf 2000 Euro). Das überhohe Plus des Heimatvereins aufgrund seiner hohen Mitgliederzahl soll ausgeglichen werden durch die Senkung des Unterhaltungszuschusses für das Brennereimuseum (minus 1000 Euro auf 1000 Euro).

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