Umbau der Ibbenbürener Straße mit getrennten Rad- und Fußwegen
Mehr Platz für Radfahrer

Saerbeck -

Der Umbau der Ibbenbürener Straße (Ortsdurchfahrt der B475) hin zu schmaleren Fahrstreifen für Autos und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer auf getrennten Wegen ist einen Schritt weiter.

Freitag, 29.06.2018, 08:55 Uhr aktualisiert: 29.06.2018, 08:58 Uhr
Breite Straße, Beete und dann irgendetwas Schmales wie ein Fuß- und Radweg: So sieht die Ibbenbürener Straße heute, vor dem geplanten Umbau, aus.
Breite Straße, Beete und dann irgendetwas Schmales wie ein Fuß- und Radweg: So sieht die Ibbenbürener Straße heute, vor dem geplanten Umbau, aus. Foto: Alfred Riese

Der zuständige Landesbetrieb Straßen.NRW hat allerdings bei den Verhandlungen über die Kostenverteilung nicht alle Wünsche und Vorschläge des Saerbecker Gemeinderats durchgewunken.

Auch technisch ist nicht alles so zu machen, wie im Oktober im Rat besprochen. So gibt es keine Zebrastreifen am Kreisverkehr Richtung B 219 in der überarbeiteten Fassung des Plans, den das Ingenieurbüro nts am Mittwoch im Planungsausschuss präsentierte.

Im Blick ist die Strecke von der Einmündung Marktstraße bis zum Ende der Wohnbebauung. Das Ziel bleibt: Wo möglich getrennte Rad- und Fußwege, insbesondere mit Blick auf Schülerverkehr. Dafür soll die luxuriös breite Fahrbahn für Autos auf 6,5 Meter schrumpfen, erläuterte Lars Niederwemmer vom Ingenieurbüro nts, Münster. Wo dann ausreichend Platz ist, stehen im Plan getrennte Rad- und Fußwege mit je 1,5 Metern Breite und ein 50 Zentimeter breiter Schutzstreifen mit Grün. An schmaleren Stellen ist ein kombinierte Geh- und Radweg mit 2,5 Metern Breite vorgesehen und ebenso der Schutzstreifen als Abgrenzung zur Bundesstraße mit 6200 Fahrzeugen täglich.

Östlich der Einmündung Herbermannstraße verzichtet der Plan auf eine neue Mittelinsel, die dort getrennte Geh- und Radwege unmöglich gemacht hätte. Die Druckampel bleibt, wo sie ist. Die Haltestelle soll zum Bus-Kap werden, bei dem Busse zum Teil auf der Fahrbahn stehen. Mittelinsel gibt es laut Plan an der Einmündung Heckebaum und Riesenbecker Straße (ortseinwärts wegen der Bushaltestelle) und auf Höhe des östlichsten Wohnhauses, um an der Ortseinfahrt Autofahrer zum Abbremsen auf Tempo 50 zu motivieren und Radfahrern die Querung auf die rechte Straßenseite zu erleichtern. Für jeden gefällten Baum sollen zwei neue gepflanzt werden.

Niederwemmer bezifferte die Nettokosten innerorts auf 360 000 Euro für die Radwege (würde Straßen.NRW zahlen) und 110 000 Euro für die Gehwege (müsste die Gemeinde Saerbeck zahlen, die dafür sanierte Radwege ohne eigene Kosten hätte).

Bernd Willebrandt (CDU) wies darauf hin, dass Schüler, die aus dem Heckebaum radeln, dort gerne links fahren. Das bestätigte Bürgermeister Wilfried Roos, fand es allerdings an dieser Stelle wegen der Lage der zukünftigen Mittelinsel irgendwie auch zielführend. Korrekt wäre, auf dem Heckebaum rechts zu fahren, fanden beide. Ingenieur Niederwemmer zog eine verkehrsrechtlich saubere Lösung ohne Querung der B 475 aus dem Ärmel: Der kombinierte Rad- und Fußweg in Höhe Heckebaum darf in beide Richtungen befahren werden. Willebrandt mahnte des Weiteren an, nicht zu wenige Parkplätze einzuplanen.

Wenn der Gemeinderat am Donnerstag nichts dagegen hat, verhandelt die Gemeinde auf Grundlage der aktualisierten Pläne endgültig mit Straßen.NRW über die Kostenaufteilung. Bürgermeister Roos stellte in Aussicht, dass der Gemeindeanteil im nächsten Haushalt steht.

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