MGK-Schüler führen „In dreihundert Jahren vielleicht“ auf
Die große Frage nach Frieden

Saerbeck -

Mit einem Stück über den Dreißigjährigen Krieg geht am Montag und Dienstag die Theatersaison an der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) zu Ende.

Samstag, 30.06.2018, 11:18 Uhr aktualisiert: 30.06.2018, 11:20 Uhr
Tipps für mehr Ausdruck im Spiel bekamen die Literaturschüler bei einer der letzten Proben für ihre Inszenierung von „In dreihundert Jahren vielleicht“ von der Profi-Schauspielerin Anita Stelle (l.).
Tipps für mehr Ausdruck im Spiel bekamen die Literaturschüler bei einer der letzten Proben für ihre Inszenierung von „In dreihundert Jahren vielleicht“ von der Profi-Schauspielerin Anita Stelle (l.). Foto: A. Riese

Die Aufführungen des Literaturkurses des zwölften Jahrgangs beginnen jeweils um 18.30 Uhr im kleinen Forum der Schule (hinter dem Haupteingang rechts durch den Flur).

Die Motive des Stücks haben die Schüler und ihr Regie führender Lehrer Werner Engels dem Roman „In dreihundert Jahren vielleicht“ von Tilman Röhrig entnommen und selbst bearbeitet. Es geht um den Überlebenskampf und die Träume der Menschen im Dorf Eggebusch im Jahr 1641. Das Leben steht still, während Soldatenhorden mordend und plündernd durch Europa ziehen. Das skizzen- und andeutungshafte der eindringlichen Textvorlage übersetzen die Schüler in emotionale Szenen, die ein Bild vom Grauen des Kriegs am Beispiel einer Dorfgemeinschaft zeichnen. Während der Krieg die einen zu Unmenschen macht, leiden die Dörfler, Frauen und Kinder, still und hoffen auf Frieden „in 300 Jahren vielleicht“.

Die Theaterreihe der MKG „Musik, Kunst, Gesang, Theater und mehr“ steht im Jahr 400 nach Beginn des Dreißigjährigen Kriegs unter dem Titel „Frieden“. „Eichmann in Jerusalem“ zeigte eine Studie über den Technikraten des Holocaust, „U96“ war ein Anti-Kriegs-Stück über die Hoffnungen und Ängste junger U-Boot-Fahrer im Zweiten Weltkrieg und wie dieser Krieg sie verführte. „Die Arche Noah“ thematisierte die Schuld der Menschen am Klimawandel und der folgenden Sintflut aus der Perspektive von Gott, Engel und Teufel. Angesichts der weltweiten Nachrichten „dauert der Traum der Opfer des Dreißigjährigen Kriegs auch heute noch an“, erklärte Werner Engels, der die Theatersaison an der MKG organisiert: „Die Frage nach Frieden ist aktueller denn je.“

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