Die Suche nach dem perfekten Style für den Abiball
Der Wasserfalleffekt fehlt noch

Saerbeck -

Haare, Nägel und Make-up müssen sitzen. Monatelange Vorbereitungen nur für einen Abend. Denn dieser ist das modische Highlight jedes jungen Mädchens: der Abiball.

Donnerstag, 05.07.2018, 07:15 Uhr aktualisiert: 10.07.2018, 16:26 Uhr
Jaqueline Leifeld bei ihrer letzten Kleidanprobe vor dem Abiball.
Jaqueline Leifeld bei ihrer letzten Kleidanprobe vor dem Abiball. Foto: Belinda Raffel

Der Abiball der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule steht am Samstag, 7. Juli, an. 47 Schülerinnen haben versucht, ihr perfektes Ballkleid zu finden. Wichtige Rollen spielen dabei die Länge und die Farbe. Der diesjährige Trend ist eindeutig: lange, dunkelblaue Kleider. Im besten Fall findet man sein Kleid gleich beim ersten Einkauf. Dieses Glück haben jedoch nur die wenigsten. Dazu kommt die Planung des Outfits, das man morgens während der Entlassfeier trägt.

Jaqueline Leifeld, diesjährige Abiturientin der MKG, hat beide Outfits sicher. Ihr Motto und das vieler Mädchen: „morgens schlicht, abends schick“. Sie wird morgens ein schwarzes Kleid mit Blumenmuster tragen, das natürlich auf die Schuhe abgestimmt ist. „Ich habe die Schuhe durch Zufall irgendwann im Laden gesehen und direkt gekauft. Mir war klar, dass ich sie bei meiner Entlassfeier tragen will“, erzählt sie. Und deshalb habe sie angefangen, ein passendes Kleid zu suchen. Aufgrund des warmen Wetters waren die meistgetragenen Outfits der vergangenen Jahre bei der Entlassfeier luftige, knielange Kleider und Jumpsuits (Einteiler).

Die Suche nach dem passenden Abendkleid erwies sich komplizierter als erwartet. „Beim ersten Einkauf in Münster habe ich sofort ein Kleid gefunden, was mir auf Anhieb gefiel. Es war ein grünes, ausgefallenes Kleid“, sagt Jaqueline Leifeld. Doch: In der darauffolgenden Woche kamen erste Zweifel auf, ob das Kleid wirklich das richtige sei. „Am Donnerstag war ich mir dann sicher und sagte: Mama, wir fahren jetzt zu Gitti’s.“ Gesagt, getan. Dort fand sie zwei Kleider in ihrer Größe und probierte sie direkt an: Jaqueline Leifeld verlässt die Umkleidekabine, guckt in den Spiegel und denkt: „Das ist es!“ Und die Abiturientin ergänzt: „Wir haben das Kleid direkt gekauft und sind noch am selben Tag nach Münster gefahren, um das andere umzutauschen. Schließlich war es der letzte mögliche Tag, um es zurückzubringen.“

Auch um die Frisur muss Jaqueline Leifeld sich nicht mehr sorgen. Da einige Wochen vorher die meisten Friseure bereits ausgebucht sind, reservierte sie schon im März einen Termin. Zur Entlassfeier wird sie die Haare gelockt und halboffen tragen. Das heißt, dass üblicherweise nur die vorderen Haare hochgesteckt werden. Das Make-up wird, wie das Outfit, morgens dezenter gehalten.

Abends zum Abiball wird Jaqueline Leifeld ein langes, dunkelblaues Kleid tragen und dazu ein etwas stärkeres Make-up. Aus den gelockten Haaren wird der Friseur um 15 Uhr etwas Neues zaubern: einen „Waterfall-Braid“ (Wasserfall-Zopf). Dabei flechtet er einen normalen Kranz am Ansatz, dann lässt er immer eine Strähne fallen und nimmt eine neue dazu. Durch die gefallenen Strähnen entsteht der sogenannte „Wasserfalleffekt“.

Das stramme Tagesprogramm lautet also: um 9 Uhr Gottesdienst, darauf folgt die Entlassfeier. Danach der Friseur-Termin um 15 Uhr für den anschließenden Abiball – da bleibt nur zu hoffen, dass sich dieser Aufwand für alle Mädchen lohnt.

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