Q1 der MKG führt „In 300 Jahren vielleicht“ auf
Emotionale Achterbahnfahrt

Saerbeck -

Eine Welt ohne Armut, ohne Krieg, ohne Leid: „Wann wird das denn endlich sein?“ Die Schüler und Schülerinnen des zwölften Jahrgangs der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule haben die Frage am Montagabend in ihrem Stück „In 300 Jahren vielleicht“ beantwortet.

Freitag, 06.07.2018, 07:30 Uhr aktualisiert: 10.07.2018, 16:27 Uhr
Szene aus dem Stück „In 300 Jahren vielleicht“. Die Schüler verkörperten auch Rollen wie Kleinkinder und Alte besonders glaubwürdig.
Szene aus dem Stück „In 300 Jahren vielleicht“. Die Schüler verkörperten auch Rollen wie Kleinkinder und Alte besonders glaubwürdig. Foto: Belinda Raffel

Der Literatur-Kurs unter der Leitung von Werner Engels beschäftigte sich das ganze Schuljahr mit den Vorbereitungen für die vier Aufführungen. „Die ersten sechs Wochen machten wir uns erstmal vertraut mit dem historisch schwierigen Stück. Erst danach begannen wir, die Rollen zu verteilen und die Texte zu lernen“, so der Lehrer. Jedoch machten die 17 Schüler es ihm nicht immer leicht, unzählige Veränderungen und Rollen-Umbesetzungen waren zu meistern.

Das Stück spielt im Jahr 1 641 in einem winzigen Dorf namens Eggebusch: Die Vögel zwitschern, Kinder spielen, alles scheint in Ordnung zu sein. Doch plötzlich werden die Kinder von sogenannten „Soldatenweibern“ überfallen. Schnell ist jedem klar, dass die Soldaten kommen werden. Kurze Zeit später ist es dann soweit, das Dorf wird beraubt. Anna, die Tochter des Küsters, kommt um. Die Eltern, die Kinder, das ganze Dorf ist erschüttert. Am folgenden Tag bekommt das Dorf ein neues Mitglied: einen Sohn namens David. Doch auch er verstirbt in derselben Nacht. Bei dem zweiten Angriff der Soldaten können sich nur sechs der 15 Dorfbewohner retten.

Das Bühnenbild umfasste gleich mehrere Kulissen: auf der rechten Seite war ein Marktplatz, mittig davon ein Brunnen aufgebaut, sowie auf der linken Seite ein rustikales Esszimmer, welches bei Bedarf abgebaut wurde. Die Kostüme waren ebenfalls auf das Zeitalter abgestimmt, genauso wie die Requisiten. Die Männer trugen beige Hemden, die Frauen Kleider.

Da es mehr männliche Rollen als Jungs im Literatur-Kurs gab, mussten einige Mädchen gleich zwei schauspielerische Hürden meistern. Darüber hinaus wurden die Rollen, die gar nicht dem Alter der Jugendlichen entsprachen (Kleinkinder und Alte), besonders glaubwürdig inszeniert.

Dies kam beim Publikum über, das bei der Aufführung jegliche Reaktionen aufzeigte: So laut die Lacher an witzigen Stellen waren, so sehr flossen die Tränen einiger Zuschauer bei den kriegerischen Parts.

Dafür gab es jeder Menge Applaus. Und Werner Engels betonte zum Abschluss, dass er Stolz auf die Schüler und deren Umsetzung des Stückes sei.

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