Vereinsförderung: Im Rat wurde noch mal Dampf abgelassen
Diskussionsgrundlage fürden Runden Tisch steht

Saerbeck -

Alle vier Ratsfraktionen haben am Donnerstag den Entwurf des Kämmerers für neue Richtlinien zur Vereins-Kultur-Förderung unverändert durchgewinkt.

Freitag, 06.07.2018, 18:00 Uhr
Ums liebe Geld dreht sich die Diskussion.
Ums liebe Geld dreht sich die Diskussion. Foto: Katrin Jünemann

Er soll die Diskussionsgrundlage sein, wenn die Vorstände betroffener Vereine an einen Runden Tisch gebeten werden. Auch dieses Gremium ist mittlerweile unstrittig.

Mit ihren Pressemitteilungen zwischen den Sitzungen des Kulturausschusses vergangene Woche und des Rates am Donnerstag hatten CDU, UWG und SPD allerdings wohl noch nicht allen Dampf abgelassen. Mechthild Lüggert bestritt im Rat für die UWG energisch, dass die Unabhängigen jemals gegen einen Runden Tisch gewesen seien, sehr wohl aber gegen die als Überfall durch die CDU empfundene Installation desselben. Nun, da die Verwaltung einen Entwurf vorgelegt und der Rat zuerst darüber geredet habe, wolle die UWG mit am Tisch sitzen, auch um ihr Anliegen einer Projektförderung zu diskutieren.

„Natürlich nehmen wir als CDU-Fraktion auch am Runden Tisch teil, und wir haben nie erklärt, dass wir die Arbeit verweigern“, reagierte Bernd Willebrandt (CDU) auf Vorwürfe von Mechthild Lüggert. Die Vorsitzende der UWG-Fraktion hatte eine eindeutige Positionierung der CDU zur Teilnahme am Runden Tisch vermisst und warf ihr vor, das Thema vereinnahmen zu wollen. Anne Raffel (CDU) wiederum meinte, ihre Fraktion wolle doch lediglich zuerst wissen, was die Vereine denken, und dann in der Politik diskutieren. „Worüber streiten wir eigentlich“, fragte sie Lüggert.

SPD und Grüne hießen den Richtlinienentwurf als Diskussionsgrundlage ebenfalls gut. Der Runde Tisch mit Vereins- und Fraktionsvertretern solle nach den Sommerferien stattfinden, kündigte Bürgermeister Roos an, und das Ergebnis im Herbst in der Politik diskutiert werden. Das letzte Wort hatte Bernd Schweighöfer (SPD): „Wir haben einen Millionen-Etat und reden hier über gut 10000 Euro für Vereine, die viel machen für das Dorf. Wir müssen einen Weg finden, denen Zuschüsse zu geben, ohne das jedes Mal der Rat einzeln beschließen muss.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5882309?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F
Nachrichten-Ticker