Mo., 23.07.2018

Neue Serie stellt verdiente Ehrenamtler vor Das Sprachrohr der Kolpingsfamilie

Harald Westbeld hat nicht nur aus Berufsgründen viel mit Texten und Schreiben zu tun. Darüber hinaus leitet er ehrenamtlich die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kolpingsfamilie.

Harald Westbeld hat nicht nur aus Berufsgründen viel mit Texten und Schreiben zu tun. Darüber hinaus leitet er ehrenamtlich die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kolpingsfamilie. Foto: Luca Pals

Saerbeck - 

Harald Westbeld macht Pressearbeit. Beruflich und in seiner Freizeit. Dafür hat ihn die Gemeinde Saerbeck geehrt.

Von Luca Pals

Ein Zeichen der offiziellen Würdigung besonderer Leistungen ist in Saerbeck die „Curtis sorbeke“-Ehrenmedaille. Diese Zeitung stellt in den kommenden Wochen die in diesem Jahr Ausgezeichneten vor. Zum Auftakt: Harald Westbeld.

Viele Berufe verlangen jeden Tag die gleichen Muster – eine Tätigkeit wird immerzu wiederholt, die Abläufe spielen sich mit der Zeit immer besser ein. Wer dann Feierabend hat, möchte sich meist mit den alltäglichen Aufgaben des Jobs nicht mehr beschäftigen.

Anders bei Harald Westbeld: Er arbeitet als Redaktionsverantwortlicher für den Caritasverband der Diözese Münster und lässt bereits beruflich die Tastaturen klappern. Aber auch nach Feierabend ist damit nicht Schluss. Denn Westbeld schmeißt seit vielen Jahren die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kolpingsfamilie und wurde dafür durch Bürgermeister Wilfried Roos mit der „Curtis sorbeke“-Ehrenmedaille ausgezeichnet.

„Vorher hat man darüber ja ein großes Geheimnis gemacht, wer ausgezeichnet wird“, sagt Harald Westbeld. Mit seiner eigenen Auszeichnung habe er nicht gerechnet.

Schließlich „gibt es so viele Ehrenamtliche hier in Saerbeck“. Sich für den Ort einzusetzen, sei nicht schwierig, sagt er: „Jeder kennt jeden, und es besteht eine starke Gemeinschaft innerhalb des Ortes. Daher schätzen die Menschen die ehrenamtliche Arbeit hier sehr stark.“

Als Harald Westbeld 1993 mit seiner Familie nach Saerbeck zog, sei der Kontakt zu Alteingesessenen einfach gewesen. Die Kolpingsfamilie half: „So kommt man sehr schnell in eine Gemeinschaft rein.“

Die Aufgaben als Kolping-Pressewart seien in den vergangenen Jahren angewachsen. Neben den Berichten und Ankündigungen für die Tageszeitung kam der vermehrte Auftritt auf Internet-Seiten und vor allem auf Facebook dazu. Plakate entwerfen, drucken und aufhängen ist ein anders Beispiel. Und natürlich ist eine Menge Mundpropaganda im persönlichen Kontakt mit den Menschen wichtig.

Harald Westbeld gibt überdies Kurse für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und hofft noch auf ein bisschen Unterstützung: „Es wäre schön, wenn sich junge Menschen für diese Arbeit interessieren.“

Zum Ehrenamt selber, das Harald Westbeld mit Eintritt in die Rente weiter aufbauen möchte, sagt er: „Vieles in unserer Gesellschaft lebt vom Ehrenamt. Es ist das Sahnehäubchen eines funktionierenden Miteinanders.“ Dazu gehöre natürlich auch die große Kolpingfamilie, die „zu einem sehr großen Teil durch Ehrenamt funktioniert“. Und so wird er auch in Zukunft werben, was das Zeug hält – für Saerbeck und für die Kolpingsfamilie.



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