Mi., 15.08.2018

Auszeichnung „Meister.Werk.NRW“ für die Konditorei Liesenkötter Strenge Auflagen erfüllt

Stolz präsentiert Bäckermeister Tobias Liesenkötter die Urkunde „Meister.Werk.NRW“, die er vor einigen Wochen für den Konditorenbereich erhalten hat. Besonders punkten konnte er bei dem Aspekt „Regionalität“. 2015 und 2016 erhielt Liesenkötter die Auszeichnung bereits für das Bäckerhandwerk.

Stolz präsentiert Bäckermeister Tobias Liesenkötter die Urkunde „Meister.Werk.NRW“, die er vor einigen Wochen für den Konditorenbereich erhalten hat. Besonders punkten konnte er bei dem Aspekt „Regionalität“. 2015 und 2016 erhielt Liesenkötter die Auszeichnung bereits für das Bäckerhandwerk. Foto: Stefanie Behring

Saerbeck - 

„Auszeichnung für besondere Produktqualität, Betriebsführung und Verantwortung im Lebensmittelhandwerk“ – diese Worte stehen auf der Urkunde „Meister.Werk.NRW“, die Tobias Liesenkötter vor einigen Wochen für die Bäckerei und Konditorei Liesenkötter erhalten hat.

Von Stefanie Behring

Ausgezeichnet wurde er für das Konditorhandwerk. „Eine große Ehre“, freut sich der Bäckermeister.

Verliehen wurde die Urkunde in Düsseldorf von Ursula Heinen-Esser persönlich. Die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (als Nachfolgerin von Christina Schulze Föcking) zeichnete rund sechzig Handwerksbetriebe aus – alle tätig im Lebensmittelhandwerk. Bewerben konnten sich Brauereien, Fleischereien, Bäckereien und Konditoreien. „Das kleine ‚Liesenkötter‘ unter den ganz Großen“, blickt Tobias Liesenkötter auf die Preisverleihung zurück.

Er freut sich ganz besonders, dass er die Auszeichnung für den Konditorenbereich erhalten hat: „Schließlich ist das unser eigentliches Steckenpferd.“ In den Jahren 2015 und 2016 erhielt Liesenkötter die Auszeichnung bereits als Bäckerei. Somit kann die Bäckerei, die als einzige ihre Brötchen noch in Saerbeck herstellt, nun gleich mit zwei Auszeichnungen punkten.

Nach der Bewerbung unterlag der Betrieb strengen Auflagen, die es zu erfüllen galt, um den Preis zu erhalten. „Es geht um die Aspekte Ausbildung, Regionalität und Sauberkeit“, erklärt Tobias Liesenkötter. Zur genauen Bewertung existierte ein umfangreicher Punktekatalog, den jedes Unternehmen, das sich bewarb, selbstständig ausfüllen musste. Zu jeder Angabe mussten Belege beigefügt werden – in Form von anonymisierten Ausbildungszeugnissen, Lieferscheinen und mehr. Aber nicht nur das: Das Ministerium prüfte alle Angaben, rief bei Lieferanten und Lebensmittelkontrolleuren an.

Die Bäckerei Liesenkötter konnte besonders bei dem Aspekt „Regionalität“ punkten. „Wir beziehen unser Getreide aus Havixbeck, die Erdbeeren aus Ibbenbüren und die Blaubeeren aus Emsdetten“, berichtet Tobias Liesenkötter. Die Kooperation mit vielen Vereinen vor Ort unterstützt die regionale Nähe. Er mache das nicht für derartige Auszeichnungen, sondern weil er Wert darauf lege, wie er selbst sagt. „Ich habe den Getreidebauern selbst schon einmal besucht, und falls es mal Probleme geben sollte, kann ich mal eben auf dem kurzen Dienstweg anrufen“, nennt Liesenkötter nur zwei Vorteile.

Auch ein Motivationsschreiben musste er seiner Bewerbung beilegen. Er habe angegeben, dass ihm der Berufsstand Konditor sehr wichtig sei und dass er sich dafür einsetzen wolle, dass es auch in Zukunft noch Konditoren gibt. Diese Einstellung spiegelt sich auch unter dem Aspekt „Ausbildung“ wieder. Allein in diesem Jahr sind gerade erst drei neue Konditoren-Azubis gestartet, zudem eine neue Auszubildende im Verkauf.

„Ich finde es gut, wenn es so eine Auszeichnung nicht nur für spezifische Produkte gibt, sondern eine mit einem umfassenden Blick auf das gesamte Unternehmen“, resümiert Tobias Liesenkötter die Preisverleihung. Im nächsten Jahr möchte er sich in jedem Fall wieder für die Auszeichnung bewerben, auch wenn er bisher noch die Bilanz der derzeitigen Ernteausfälle abwartet.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5962457?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F