Mi., 15.08.2018

Gemeinsame Übung der Feuerwehren Saerbeck und Greven Fünf vermisste Personen am See

Aus dem Wasser mussten die Vermissten gerettet werden.

Aus dem Wasser mussten die Vermissten gerettet werden. Foto: Jens Keblat

Saerbeck - 

Wasserballett mit Motorrettungsbooten – ein Übungseinsatz aus aktuellem Anlass: Die Freiwilligen Feuerwehren aus Saerbeck und Greven haben gemeinsam an einem Baggersee in Westladbergen die Wasserrettung geübt.

Im Fokus der Übung: die reibungslose Zusammenarbeit.

Weil sich in den vergangenen Wochen bereits etliche Badeunfälle in der Region ereigneten, wollen die ehrenamtlichen Frauen und Männer jetzt auf den Ernstfall vorbereitet sein. Bereits vor einiger Zeit verständigten sich die beiden Zugführer Andreas Kämmerling (Saerbeck) und Thomas Grund (Greven) auf die gemeinsame Übung.

Fotostrecke: Wasserrettungsübung der Freiwilligen Feuerwehr am Badesee

Insgesamt rund 60 Wehrleute rückten zu dem Baggersee am Wildfreigehege aus, ausgerüstet mit Einsatzfahrzeugen für das unwegsame Gelände und verschiedenen Motorrettungsbooten für den Einsatz auf dem Wasser. Binnen weniger Minuten konnten so direkt mehrere Boote zu Wasser gelassen werden.

Kleinere Einsatzlagen bewältigen die Wehren eigenständig. In Saerbeck etwa rückt beinahe schon traditionell ein improvisiertes Gespann aus Klein-Lkw samt auf der Ladefläche verladenes Schlauchboot aus – einfach, aber effizient, etwa bei Notfällen am Badesee. Doch sobald der Einsatz größer und komplexer wird, ist die Saerbecker Wehr auf Nachbarschaftshilfe angewiesen, wie etwa aus Greven.

Um die Zusammenarbeit zu fördern, die Kommunikation aufeinander abzustimmen, Mannschaft und Geräte gegenseitig kennenzulernen und um die Wasserrettung als solche noch einmal zu trainieren, mussten die Retter bei dieser Übung insgesamt gleich fünf vermisste und teils verletzte Personen aus dem Wasser retten. Mit den Booten erkundeten die Wehrleute, aufgeteilt in die Einsatzabschnitte See und Seeufer, den Baggersee – nicht ohne dass der Spaß dabei zu kurz gekommen wäre. Das heiße Wetter nutzten die Feuerwehrleute kurzerhand zum Kennenlernen ihrer Boote unter Einsatzbedingungen, und sie erlaubten sich anschließend die eine oder andere Abkühlung im See.

Andreas Kämmerling und Thomas Grund sprachen anschließend wie auch ihre jeweiligen Wehrführer von einer gelungenen Übung und erklärten die verschiedenen Übungsziele für erreicht. Doch vor allem an der Kommunikation, auf die es im Ernstfall ankommt, wolle man weiter arbeiten und diese vereinfachen.



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