Sa., 11.08.2018

Ems-Renaturierung bei Emsdetten Zurück ins alte Flussbett

Durchstich: Seit gestern fließt die Ems bei Emsdetten wieder durch ihr altes Bett.

Durchstich: Seit gestern fließt die Ems bei Emsdetten wieder durch ihr altes Bett. Foto: Bernd Oberheim

Emsdetten - 

Beinahe hundert Jahre, nachdem man ihr einen gut zwei Kilometer langen Arm abgeschnitten hat, fließt die Ems zwischen Emsdetten und Saerbeck wieder durch ihr altes Bett. Am Freitag schaufelte ein Bagger die letzten Meter Erdreich weg und öffnete dem Fluss so den Weg zurück in jene elegante Zwei-Kilometer-Schleife, die die Ems sich selbst gegraben hatte.

Von Hans Lüttmann

Zugleich schüttete ein anderer Bagger die Einmündung zur bisherigen Begradigung mit ei­nem imponierenden Geröllwall zu; das kanalartige Zwischenstück soll als Stillgewässer und Entlastungsrinne erhalten – und sozusagen der neue alte Ems-Arm werden.

Im Oktober 2016 waren unter der Regie der Bezirksregierung umfangreiche Renaturierungsarbeiten begonnen worden. Auenwälder wurden angelegt, Feuchtgebiete, Uferböschungen, Flutmulden, Totholz-Areale, sogar eine viereinhalb Hektar große Insel entstanden an der Ems, die sich nun wieder naturfreundlicher durch die Auen schlängelt.

Dieser Wiederanschluss des Altarms und die begleitenden Maßnahmen sind eines von insgesamt 17 Projekten an der Ems. 500.000 Kubikmeter Erde wurden bewegt, 4,8 Millionen Euro ausgegeben, eine Brücke, ein Aussichtspunkt und ein auf Emsdettener Gebiet verlaufender Weg wurden gebaut. In absoluter Rekordzeit, wie Gabriele Weßling und Dr. Hannes Schimmer, bei der Bezirksregierung zuständig für die Gewässerunterhaltung, stolz betonten.



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