So., 19.08.2018

Friedhelm Strotbaum – ein Mann mit vielen Interessen Jäger, Schütze, Pressewart

Nicht nur in seinem eigenen – von der Familie liebvoll gestalteten Garten – fühlt sich Friedhelm Strotbaum pudelwohl. Nein, die Natur hat ihm zugesagt: Auch als langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Hegerings.

Nicht nur in seinem eigenen – von der Familie liebvoll gestalteten Garten – fühlt sich Friedhelm Strotbaum pudelwohl. Nein, die Natur hat ihm zugesagt: Auch als langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Hegerings. Foto: Luca Pals

Saerbeck - 

Ein Zeichen der offiziellen Würdigung besonderer Leistungen ist in Saerbeck die „Curtis sorbeke“-Ehrenmedaille. Diese Zeitung stellt die in diesem Jahr ausgezeichneten Ehrenamtler vor. Heute: Friedhelm Strotbaum.

Von Luca Pals

Sich ehrenamtlich zu engagieren, bedarf eines gewissen Interesses am jeweiligen „Einsatzbereich.“ Wenn es dann Menschen gibt, die sich in zahlreichen Vereinen unentgeltlich für das Gelingen des Gesamtbildes einsetzen und meist still und leise im Hintergrund die Fäden ziehen, kann man wahrlich von Ehrenamtlern mit breiten Interessensfeldern sprechen: Der Ur-Saerbecker Friedhelm Strotbaum ist so einer.

Aufgewachsen in Westladbergen, lebt er mittlerweile im Ortskern und ist den meisten Saerbeckern ein wohl bekanntes Gesicht: sei es im Hegering, als sachkundiger Bürger oder aus dem Schützenverein.

Bei all diesen ehrenamtlichen Ämtern steht der Mann, der bereits 1968 in die KLJB Saerbeck eintrat, nie wirklich im Vordergrund – auch das wurde beim Neujahrsempfang Mitte Januar im Bürgerhaus deutlich. Umso mehr bedeutet die Ehrung, mit der Strotbaum selbstredend „nicht gerechnet“ hat, ihm sehr viel: „Es ist eine Anerkennung für die langjährige Arbeit.“ Und weiter: „Ich finde es toll, dass Ehrenamtliche in Saerbeck ausgezeichnet werden. Dazu gibt es ja auch immer eine Helfer-Fete: Das ist eine große Wertschätzung für unser Tun.“ Von den Ehrenamtlichen gebe es laut Strotbaum sehr viele in Saerbeck: „Ohne die würde hier ganz viel nicht funktionieren.“ Dafür sei das Ehrenamt über die Saerbecker Grenzen bekannt. Ein Strotbaumsches Beispiel: „Ich wurde schon von Ibbenbürenern gelobt, wie gut die Zusammenarbeit in mehreren Treffpunkten in Saerbeck funktioniert. Das sieht man doch am Falke-Treff sehr gut: Gemeinsam wurde etwas auf die Beine gestellt, was nun zusammen genutzt werden kann und für den ganzen Verein ein Mehrwert ist.“

Stichwort Mehrwert: Dieser war Strotbaum in vielen Saerbecker Vereinen. Seine ehrenamtliche Karriere begann 1976. Acht Jahre nach seinem Eintritt in die Landjugend wurde er Vorsitzender, heute sagt er zu den Anfängen: „Wer damals in Westladbergen aufwuchs, musste auch in die KLJB – das war ganz normal.“ Selbstverständlich war es dann auch, den Posten als Vorsitzender anzunehmen, ab 1978 war er dazu Schriftführer des Westladbergener Schützenvereins.

Während er beiden Vereinen weiterhin treu blieb, wurde der bekannte Saerbecker von 1995 bis 2005 zum Schiedsmann gewählt, übernahm den Stellvertreter-Posten noch für ein Jahr und sagt: „Ich habe immer versucht, die streitenden Personen an einen Tisch zu bekommen.“ – miteinander statt übereinander reden. Die Streitgespräche, von denen viele aus „nichtigen Gründen“ entstünden, hätten so im eigenen Wohnzimmer geklärt werden können.

Als wäre das nicht genug, übernahm er 1997 die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjägerschaft Steinfurt/ Tecklenburg – das ist noch bis heute so. Dazu: Vorsitzender und Schriftführer des VdK Ortsverbandes und zehn Jahre lang Sachkundiger Bürger im Rat.

Seit 2015 ist der leidenschaftliche Jäger überdies stellvertretender Leiter des örtlichen Hegerings. Dieser hat 112 Mitglieder und zahlreiche Flächen – als einzige wirklich befriedigte Flächen gelten der Ortskern und der Bioenergiepark, weiß Strotbaum. Der Hegeringleiter muss aber auch zugeben: „Wir Jäger haben einen schlechten Ruf.“ Nur wild drauf los knallen, das sei doch nicht ihre Absicht. Ganz anders: „Wir stehen natürlich für den Naturschutz ein. Als Hegeringleiter informiere ich über Gesetzesänderungen, präsentiere aktuelle Jagdzeiten, und wir machen immer wieder etwas für die Natur.“ Dass die Jägerschaft 400 Birken gepflanzt habe, würde aber meistens untergehen. Gegen den schlechten Ruf setzt der Mann sich weiter ein – wie in so vielen Fällen.



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