Mi., 22.08.2018

Rund um den Pflanzenschutz „Wenig Glyphosat-Einsatz“

„Null-Parzelle“ heißt der Streifen Maisacker, auf dem Andreas Puckert in Sinningen zeigt, wie Mais ganz ohne Pflanzenschutzmittel aussehen würde.

„Null-Parzelle“ heißt der Streifen Maisacker, auf dem Andreas Puckert in Sinningen zeigt, wie Mais ganz ohne Pflanzenschutzmittel aussehen würde. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - 

Am Schuldamm, östlich Ruhmöller, hat Andreas Puckert, Öffentlichkeitsarbeiter des LOV, auf einem Streifen Maisacker auf jegliche Mittel gegen Unkraut, Pilze und Schädlinge verzichtet. „Null-Parzelle“ heißt das.

Von Alfred Riese

Den Unterschied zum normalen Maisacker sieht man sofort. Mit einer Erklärtafel versucht Puckert, Radler und Spaziergänger vom Sinn eines modernen Pflanzenschutzes zu überzeugen, sonst: „Ernte in Gefahr!

Am heftigsten in der Kritik steht zurzeit wohl der Wirkstoff Glyphosat, wie er im Totalherbizid Round-up verwendet wird. „Glyphosat wird ausschließlich über Blätter aufgenommen und tötet alle Pflanzen, aber keine Tiere“, erklärt Helmut Vennemann. Aber nur in den wenigsten Feldspritzen sei überhaupt Glyphosat. „In Saerbeck wird dieser Wirkstoff wegen Größe und Struktur der Landwirtschaft wenig eingesetzt“, sagt Andreas Puckert, eigentlich nur, um etwa auf Stoppelfeldern die Quecke loszuwerden. Beim Pflanzenschutz lasse sich viel durch ackerbauliche Maßnahmen wie mechanische Bodenbearbeitung erledigen, ist Puckerts Erfahrung. Sein LOV-Kollege Frank Weber verweist: „Wir haben Behörden, die Pflanzenschutzmittel erlauben oder nicht – Glyphosat ist erlaubt.“



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