So., 26.08.2018

Jahresübung von Freiwilliger Feuerwehr und DRK auf dem Hof Weber in Sinningen Ein anspruchsvolles Szenario

Personenrettung unter anderem aus der verqualmten Scheune hatte Vorrang bei der Jahresübung.

Personenrettung unter anderem aus der verqualmten Scheune hatte Vorrang bei der Jahresübung. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - 

Feuer und Rauch in einem Wirtschaftsgebäude des Hofs Weber in Sinningen, ein Autounfall in der Folge, vermisste Menschen und der nächste Löschteich ziemlich weit weg: Das war das Szenario der gemeinsamen Jahreshauptübung von Freiwilliger Feuerwehr und DRK.

Von Alfred Riese

Heimlicher Star neben den Einsatzkräften war am Freitag das brandneue, noch nicht offiziell in Dienst gestellte Fahrzeug, ein LF20.

Die Zuschauer aus Gemeinderat, Verwaltung, Ehrenabteilung der Feuerwehr und der Bevölkerung bekamen ein abendfüllendes, anderthalbstündiges Programm geboten. Darin enthalten war ein Crashkurs in Feuerwehrtechnik und -taktik, den Moderator Peter Book mit seinen Erklärungen zur Arbeit der Einsatzkräfte lieferte – spannend und informativ, nicht nur für die Kinder im Publikum.

Fotostrecke: Jahresübung von Freiwilliger Feuerwehr und DRK

Nach dem Alarm und dem erwartbar flotten Eintreffen der ersten Feuerwehrleute aus Sinningen steuerte die Übung schnell auf eines der Probleme im ländlichen Gebiet zu: Der nächste Löschteich lag rund 600 Meter entfernt. Die Zuschauer erlebten, wie zunächst nur sparsam Wasser aus den Tanks der Fahrzeuge auf das Hofgebäude prasselte, während die Jugendfeuerwehr mit die Versorgungsleitung legte. „So akkurat und gerade am Wegesrand sehe ich das bei den aktiven Einsatzkräften nicht immer“, lobte Feuerwehrleiter Udo Meiners mit einem Augenzwinkern die Arbeit der Nachwuchsabteilung. Der Einsatz des Gerätewagens Logistik mit dem Schlauchvorrat habe sehr gut funktioniert, bescheinigte er.

Bis diese Leitung stand, kümmerten sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK vorrangig um die Suche nach vier Vermissten im verqualmten Gebäude und holten eine Notfalldarstellerin aus dem Unfallwagen. Von dem blieb nach Anwendung von schwerem hydraulischen Gerät nicht viel übrig: Türen raus, B-Säule weg. Trotz abgekühlter Temperaturen stand den Einsatzkräften der Schweiß auf der Stirn.

Einen neue Höhepunkt erreicht bei dieser Jahresübung das Jugend-Rotkreuz mit seinen Notfalldarstellern und besonders den aufgeschminkten Wunden. Eine gruselig aussehende, großflächige Verbrennung verlangte den DRKlern in der Patientenablage bei dem von Alfons Hankemann geleiteten Übungseinsatz einiges ab.

Alfons Hankemann, Löschzugführer in Sinningen, äußerte sich am Ende „sehr zufrieden“ mit dem Ablauf der Übung, wie auch Udo Meiners als Gesamtleiter der Saerbecker Feuerwehr mit ihren drei Löschzügen. Er meldete seit Januar 59 echte Einsätze, darunter der Großbrand bei Saertex Multicom, der Sturm zu Jahresanfang und zuletzt viele trockenheitsbedingte Brände. Bei bis zu fünf Alarmierungen pro Tag stelle die Einsatzbereitschaft „wahres Ehrenamt“ dar. Eine „herausragende Einsatzfähigkeit“ bescheinigte Bürgermeister Wilfried Roos Feuerwehr und DRK und führte dies auch auf die Nachwuchsarbeit in der Jugendfeuerwehr zurück. „Ich kann bestätigen: In Saerbeck läuft´s“, sagte Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier.



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