Sa., 01.09.2018

Ikek-Projektbörse im Rathausfoyer Das sind die Zukunftsideen

„Die Ideen aus der Bevölkerung sind wichtig“, stellte Bürgermeister Wilfried Roos (rechts) bei der Eröffnung der Projektbörse zum integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (Ikek) fest.

„Die Ideen aus der Bevölkerung sind wichtig“, stellte Bürgermeister Wilfried Roos (rechts) bei der Eröffnung der Projektbörse zum integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (Ikek) fest. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - 

Es tut sich was im Dorf und in den Bauerschaften. Dahinter stecken Saerbecker Bürger, die etwas bewegen wollen – und andere dazu ermuntern mitzumachen.

Von Alfred Riese

Der Name dafür ist etwas sperrig: integriertes kommunales Entwicklungskonzept. Freundlicher klingt die Abkürzung Ikek. Was das konkret bedeutet und wo Mitwirkung möglich und erwünscht ist, zeigt die Ikek-Projektbörse noch bis Montag, 10. September, im Foyer des Rathauses (zu den Öffnungszeiten). Sie wurde am Donnerstag eröffnet und präsentiert den aktuellen Stand nach sieben Monaten Ideen sammeln und schmieden in Dorfwerkstätten und Foren.

Einen bunten Strauß von Ideen könnte man die Stellwände dieser Börse nennen, nicht nur wegen der vielfarbigen Plakate. Inhaltlich haben sich etliche Bürger eingebracht an Stellen, wo sie einen Mangel sahen oder Verbesserungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Spannbreite reicht von einer „Natur-Route“ als Saerbecker Radwanderweg über ein Nahverkehrs-Mobilitätskonzept besonders für Pendler und die Aufwertung des Ortskerns bis zu einem generationenübergreifenden Bewegungs-, Spiel- und Sportplatz in der Bachaue hinter dem MGH.

Das Ikek als eine Art flexibler Masterplan für Saerbeck listet die Bestandsaufnahmen, die aufgetauchten Bedarfe und die (mehr oder weniger) konkreten Projekte auf. Einen Zweck dieser umfangreichen Arbeit brachte am Donnerstag Dominik Olbrich von begleitenden Büro für räumliche Planung „planinvent“ auf den Punkt: „Wenn Projekte im Ikek auftauchen, bedeutet das bessere Chancen auf Fördermittel.“ Eine Aussicht, auf die bei der Börseneröffnung wohl auch die ins Foyer gerufene Projektnachmeldung „wir brauchen ein neues Jugendzentrum“ setzte.

Große Vorhaben wie eine ordentliche Randzeitenbetreuung in Kitas und OGS stehen ebenso in der Liste wie ein barrierefreier Rundweg Bachaue-Marienstraße und die Entschärfung der Verkehrssituation zwischen den Innerorts-Kreiseln. Mehrere Vorschläge beschäftigen sich mit Grün: Grünflächenpatenschaften unter dem Motto „Saerbeck blüht auf“, schönere und natürlichere Gestaltung der Kreisverkehrsplätze und das Projekt „mehr Bäume ins Dorf“. Pastors Allee ist dabei, eine Hundewiese, Wohnmobilstellplätze, der Zugang zum Naturschutzgebiet Bertlings Haar und etliches mehr, das im Ideenpool noch auf Macher wartet.

„Saerbeck ist ein quirliges Dorf, und das hat schon viel Gutes gebracht“, stellte Bürgermeister Wilfried Roos fest. In der nächsten Woche beugen sich die Planer noch einmal über die Ergebnisse, verpassen aussichtsreichen oder besonders wichtigen Projekten einen Prioritätsstempel und fügen Hinweise zu Fördermöglichkeiten hinzu.

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www.saerbeck.de (Button „Zukunft Saerbeck Ikek) Abschlussbericht:

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Der Abschlussbericht des Ikek soll am Montag, 10. September, ab 18 Uhr im Bürgerhaus präsentiert werden, bevor er auf die Tagesordnung des Gemeinderats kommt. Im Rathausfoyer hängen auch Listen aus, in denen sich Interessierte für das Mitmachen bei Projekten melden können.



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