Schulstraße: Neue Pläne mit Bodenschwellen werden ausgearbeitet
Nun doch kein Durchfahrtsverbot

Saerbeck -

Die Totalsperrung der Schulstraße für Autos ab der Kita ging den Leitungen der Bildungseinrichtungen dort dann doch zu weit. Der Gemeinderat hat diese Empfehlung des Planungsausschusses aus der vergangenen Woche deshalb am Donnerstag einstimmig in die Tonne gekloppt.

Samstag, 29.09.2018, 13:00 Uhr
Das Durchfahrt-verboten-Schild von der anderen Seite der Schulstraße kommt nun doch nicht. Es hätte laut Maarten Willenbrink, stellvertretender Leiter der MKG, Probleme von der Kurve vor der Grundschule in die Kurve an der Kolpingstraße verlagert.
Das Durchfahrt-verboten-Schild von der anderen Seite der Schulstraße kommt nun doch nicht. Es hätte laut Maarten Willenbrink, stellvertretender Leiter der MKG, Probleme von der Kurve vor der Grundschule in die Kurve an der Kolpingstraße verlagert. Foto: Alfred Riese

Vorangegangen war ein kurzfristig anberaumtes Vorsprechen der Einrichtungsleitungen im Rathaus am Mittwoch. Dabei schlug die „Arbeitsgruppe Sicherheit auf der Schulstraße“ Alternativen vor.

Die Initiative der Arbeitsgruppe mit Vertretern der Gesamtschule, der Grundschule und der Kita Kaleidoskop datiert aus dem Frühjahr. Der Rat sah ebenfalls Gefahrenpotenziale auf der Straße und entschloss sich am Ende, eine Radikallösung zu versuchen. Am Mittwoch vergangener Woche wählte der Planungsausschuss aus den vorgestellten Möglichkeiten das Durchfahrt-verboten-Schild als Empfehlung an den Rat aus.

Offensichtlich war das, was dann aus dieser Sitzung in der Zeitung stand, nicht das, was die Arbeitsgruppe Schulstraße erwartet hatte. „Das hätte die Probleme von der Kurve vor der Grundschule in die Kurve an der Kolpingstraße verlagert“, erklärte Maarten Willenbrink, stellvertretender Leiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) am Freitag auf Nachfrage.

Die Vorschläge der Arbeitsgruppe sehen laut Bericht von Bauamtsleiter Andreas Fischer im Rat unter anderem vor: Die Schulstraße wird ab der Kurve vor der Grundschule Einbahnstraße in Richtung Kolpingstraße. Das wird mit einer Bodenschwelle markiert; die Bushaltestelle wird von dort vor die Gesamtschule verlegt, um das Nadelöhr zu beseitigen; an der Zufahrt zur Mensa und an der Kolpingstraße sollen weitere Schwellen Autos bremsen; die Kurve Kolpingstraße soll breiter werden.

Ziel aller Seiten bleibt ein Gesamtkonzept für die Zeit nach Fertigstellung des Grundschulanbaus, das insbesondere den Busverkehr aus der Schulstraße auf den Kirmesplatz verlegt.

CDU, UWG und SPD bezweifelten im Rat die Wirksamkeit von Bodenschwellen. Bürgermeister Wilfried Roos hielt entgegen, dass nunmehr „alle Beteiligten massivst befürchten, dass eine Sperrung das Chaos noch forciert“. Alle waren sich einig, dass jetzt ein Verkehrsplaner die Vorschläge der Arbeitsgruppe bis spätestens Anfang 2019 konkret ausarbeiten soll und es eine Abstimmung mit der Arbeitsgruppe gibt, bevor das Thema neuerlich in der Politik diskutiert wird. Bis dahin soll alles bleiben, wie es ist.

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