Diskussion über Verkehrssituation an der Emsdettener Straße
Druckampel für mehr Sicherheit

Saerbeck -

Die Anwohnerinitiative für mehr Verkehrssicherheit auf der Emsdettener Straße bohrt dicke Bretter, kann erste Erfolge verbuchen und bekommt Unterstützung.

Sonntag, 30.09.2018, 10:30 Uhr
Peter Dütsch ist Sprecher der Anlieger der Emsdettener Straße, nicht all ihre Wünsche können umgesetzt werden.
Peter Dütsch ist Sprecher der Anlieger der Emsdettener Straße, nicht all ihre Wünsche können umgesetzt werden. Foto: Jan-Philipp Jenke

Von der Liste an Vorschlägen aus dem März haben zwar einige die Verkehrsschau mit Polizei und Kreisverwaltung einstweilen nicht überstanden und andere Möglichkeiten wurden als untauglich oder sich gegenseitig ausschließend verworfen. Beschlossen aber hat der Gemeinderat am Donnerstagabend: Geplant wird der Bau einer Druckampel für Fußgänger.

Die genaue Stelle hat der Rat noch nicht festgelegt. Florian Bücker erklärte allerdings für die CDU-Fraktion, dass diese Ampel „in der Kurve mit den Einmündungen von Bachaue und Teigelkamp am meisten Sinn machen“ würde. Als Nutznießer führte er Bewohner des Seniorenzentrums, Buspendler aus dem Wohnhaus der Ledder Werkstätten oder Eltern und Kinder auf dem Weg zu den drei Kitas am Teigelkamp auf. Diese Liste potenziell gefährdeter Verkehrsteilnehmer hatte auch die Anwohnerinitiative schon ins Feld geführt.

Ebenfalls mit der Mehrheit von CDU, SPD und Grünen beschloss der Rat, beim Kreis das Aufstellen neuer Schilder zu beantragen: Durchfahrt verboten für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, ausgenommen land-, forstwirtschaftlicher und Lieferverkehr. Das hatte die Anwohnerinitiative so gefordert.

Gewünscht hatte sie sich auch Tempo 30 zwischen den Kreiseln. Dem erteilte der Kreis und, laut Bürgermeister Wilfried Roos, letztlich das Landesverkehrsministerium eine Abfuhr. Auch nach der Herabstufung zur Gemeindestraße bleibe die überörtliche Verkehrsfunktion, sei die Aussage gewesen. „Unbefriedigend, aber so getroffen“, kommentierte Roos insbesondere mit Blick auf das Mehrgenerationenhaus (MGH). Er sprach sich dafür aus, trotzdem am Ziel Tempo 30 wie auf der Grevener Straße festzuhalten. Hubert Geisemann (CDU) meldete, dass „die Landwirtschaft weitere Tempo-30-Zonen im Dorf kritisch“ sehe.

Die Anwohnerinitiative bekräftigte mit einem weiteren Schreiben den Wunsch nach dem Tempolimit. Dabei bekam sie Unterstützung von Ewald Schwering als Vertreter der Seniorenlotsen im MGH und Sprecher für das Verkehrsprojekt im Rahmen des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (Ikek).

Für die UWG sah Mechthild Lüggert die geplante Ampel kritisch. Die Querung Bachaue/ Teigelkamp sei gut einsehbar und an der Einmündung Marienstraße eine häufig benutzte Mittelinsel vorhanden.

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