Sa., 10.11.2018

Heimatverein veröffentlicht neuen Band „Herdfeuer-Geschichten“ Backup vom Dorfgedächtnis

Lachen, als hätten sie gerade eines der Dönekes aus dem neuen „Herdfeuergeschichten“-Sammelband gehört: das Redaktionsteam des Buches mit (von links) Josef Berkemeier, Gabriele Brüggemann, Maria Timmermann, Marlies Grüter und dem Heimatvereinsvorsitzenden Martin Wenners. Es fehlt Thomas Witt.

Lachen, als hätten sie gerade eines der Dönekes aus dem neuen „Herdfeuergeschichten“-Sammelband gehört: das Redaktionsteam des Buches mit (von links) Josef Berkemeier, Gabriele Brüggemann, Maria Timmermann, Marlies Grüter und dem Heimatvereinsvorsitzenden Martin Wenners. Es fehlt Thomas Witt. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - 

Mäuschen spielen am Türspalt zur Diele und mitlauschen, was da so erzählt wird, das dürfen Saerbecker ab Donnerstag, 15. November. Dann stellt der Heimatverein sein neues Buch vor: „Herdfeuer-Geschichten – Saerbecker erinnern sich“.

Von Alfred Riese

„Eine bunte Mischung aus 36 Kurzgeschichten, die von erlebten Begebenheiten, Anekdoten und Dönekes berichten“, verspricht der Klappentext des 160 Seiten starken Sammelbands. Geschichten aus dem Dorf, die „mit Humor und Witz Leser und Zuhörer in Erstaunen versetzen und zum Schmunzeln bringen“, ein „Lese- und Vorlesebuch für Jung und Alt“ im Eigenverlag des Heimatvereins.

Die Idee zu diesem Buch stammt aus dem Oktober 2017, berichtet Josef Berkemeier aus dem Redaktionsteam. Toni Adrian und Else Prinz waren die ersten, die davon hörten. Sie begannen sofort, Stücke aus ihren umfangreichen Erinnerungen niederzuschreiben. Die Idee zog Kreise, und bald lagen 50 Texte auf dem Tisch, die festhalten, was früher und heute noch so alles eben am Herdfeuer erzählt wurde und wird. 36 dieser Geschichten, teilweise zusätzlich auf Plattdeutsch, finden sich in dem Sammelband. Sie stammen von 18 naturgemäß älteren Autorinnen und Autoren, die zusammen für weit mehr als 1000 Jahre erlebte Dorfgeschichte(n) stehen.

„Dazu kommen Bilder, obwohl wir bei den Geschichten gar keine bräuchten“, erklärt Josef Berkemeier mit einem Augenzwinkern. Grafisch gefällig und ansprechend gestaltet, bietet das Buch zusätzlich Portraits der Autoren. Der Titel zeigt beispielhaft, wo die versammelten Geschichten herkommen: das Herdfeuer der alten Gaststätte Unkel.

„Vielleicht haben die Leute sich früher so viel erzählt, weil sie noch kein Fernsehen hatten und stattdessen das Kopfkino anwarfen“, fällt Redaktionsmitglied Marlies Grüter dazu ein. Mittlerweile scheint der Heimatverein diese Form der kommunikativen Geselligkeit wiederbelebt zu haben. „Seit sich unser Buchprojekt herumgesprochen hat, werden uns ganz viele Geschichten erzählt“, berichtet Josef Berkemeier. Wenn zu den 14 zunächst liegen gebliebenen Geschichten nun stetig weitere kommen, darf man jetzt schon auf Band zwei des Backups vom Dorfgedächtnis hoffen.

Präsentation am 15. November: Die Präsentation der „Herdfeuer-Geschichten“ beginnt am 15. November um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Bürgerhaus, Ferrieresstraße. Der Eintritt ist frei. Albert Stakenkötter stellt das Werk vor; Harald Schütz, Josef Berkemeier und Thomas Witt präsentieren Details. Es folgen Autoreninterviews und Leseproben. Für Musik sorgt die Akkordeongruppe „Saitentasten“ des Heimatvereins um Liesel Harlake.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6178225?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F