Roos stellt Haushaltsentwurf für 2019 vor / Investitionen von über 17 Millionen
„Ein nie dagewesener Kraftakt“

Saerbeck -

Der Wirtschaft geht es gut. Vom Arbeitsmarkt kommen monatlich positive Nachrichten. Das spiegelt sich auch im Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 wider, den Bürgermeister Wilfried Roos am Donnerstag im Rat einbrachte. Die Gemeinde stehe auf finanziell gesunden Beinen, so Roos in seiner Haushaltsrede. Doch wer jetzt auf Steuersenkungen hofft, der wird enttäuscht.

Sonntag, 09.12.2018, 11:15 Uhr aktualisiert: 09.12.2018, 11:20 Uhr
Der Ergebnisplan des Haushaltsentwurf sieht zwar ein Plus von 81 000 Euro vor. Dem gegenüber stehen aber enorme Investitionen.
Der Ergebnisplan des Haushaltsentwurf sieht zwar ein Plus von 81 000 Euro vor. Dem gegenüber stehen aber enorme Investitionen. Foto: Alfred Riese

Denn für das kommende Jahr sind „immense Investitionen“ eingeplant, „die einen bislang nicht dagewesenen Kraftakt unserer Gemeinde darstellen“, erklärte der Bürgermeister.

Die Ergebnisplanung sieht Erträge von 22 143 550 Euro (Steuern und Zuweisungen) bei Aufwendungen (Kreis- und Jugendamtsumlage, Gewerbesteuerumlage) von 22 062 300 Euro vor, ein Plus von rund 81 000 Euro. Dem stehen in der Finanzplanung Auszahlungen von insgesamt rund 17,1 Millionen Euro gegenüber, bei Einzahlungen aus Investitionstätigkeit von nur rund 10,7 Millionen Euro. Der Finanzfehlbedarf liegt bei 7,8 Millionen. „Um diesen Finanzmittelfehlbetrag auszugleichen, ist neben der vollständigen Inanspruchnahme unseres Kassenbestandes auch vorsorglich die Aufnahme eines Darlehens von bis zu 3 Millionen Euro geplant“, machte Roos deutlich.

Die Investitionen sehen wie folgt aus: allgemeiner Grunderwerb unter anderem für Bau- und Gewerbegebiete 2,6 Millionen Euro. Im Bereich Straßenbau sind unter anderem der Ausbau von Straßen im Gewerbegebiet Nord I und II (1 798 500 Euro), die Baustraße für das neue Wohnbaugebiet (230 000 Euro) oder die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED (565 500 Euro, die erwartete Förderung liegt bei 80 Prozent) vorgesehen. Ebenso sind der Kanalbau für das Gewerbegebiet Nord II (1 760 500 Euro) und für das neue Wohnbaugebiet (575 000 Euro) eingeplant. Bei den Gebäuden schluckt die Erweiterung der Grundschule 785 000 Euro, die Anfinanzierung/Planungskosten für die Erweiterung der Grundschule 100 000 Euro sowie der sechsten Kita 100 000 Euro und die Glasdachsanierung der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule 321 000 Euro (Förderung von 80 Prozent in Aussicht). Ersatzbeschaffungen für Feuerwehrfahrzeuge schlagen mit 214 500 Euro zu Buche. Der Breitbandausbau im Außenbereich ist mit 4 Millionen Euro veranschlagt (Förderung 90 Prozent). Außerdem steht der Erwerb von Gesellschafteranteilen an der SaerVE mbh mit 2,5 Millionen Euro im Haushaltsplan.

Das Investitionspaket bezeichnete Roos als „sinnvoll“, da es sich aus seiner Sicht bei dem Bau- und Gewerbegebiet um eine Art Vorfinanzierung handle, die in Zukunft Früchte tragen werde. Damit ist „leider im kommenden Jahr (noch) kein Platz für weitere Steuersenkungen“, betonte Roos. Diese würden letztlich über Darlehen finanziert, die dann die künftige Generation abtragen müsse. Im Vorjahr wurden die Hebesätze für die gemeindlichen Steuern noch gesenkt.

Der Haushaltentwurf geht nun in die Beratungen und muss Anfang des Jahres von den Ratsmitgliedern beschlossen werden.

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