Fr., 11.01.2019

St. Georg: Pfarrer und Gremien stellen Stand der Pläne vor Kirchenumbau ab Juni geplant

Das Provisorium wurde im September 2017 (Foto nach dem ersten Gottesdienst) eingerichtet, um die beabsichtigte Gestaltung eigentlich nur einige Monate lang zu testen. Dann kam die Sanierung von bröckelndem Außenmauerwerk dazwischen.

Das Provisorium wurde im September 2017 (Foto nach dem ersten Gottesdienst) eingerichtet, um die beabsichtigte Gestaltung eigentlich nur einige Monate lang zu testen. Dann kam die Sanierung von bröckelndem Außenmauerwerk dazwischen. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - 

Die Sanierung der bröckelnden Fugen im Mauerwerk des Turms und an den Schildwänden über den Eingängen war zwischenzeitlich wichtiger. Nun aber soll es vorangehen mit der Umgestaltung des Inneren der St.-Georg-Pfarrkirche. Am Mittwochabend stellten Pfarrer Ceglarek und die Vorsitzenden der Gemeindegremien den aktuellen Stand der Pläne vor. Der Baustart ist für Juni angepeilt.

Von Alfred Riese

Die Umgestaltung und Renovierung des Innenraums der St.-Georg-Pfarrgemeinde kommen voran. Über den Stand der Dinge informierten am Mittwochabend Peter Ceglarek, leitender Pfarrer der Gemeinde, Georg Teigeler, Zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstands, und Norbert Leiting, Vorsitzender des Pfarreirats. Rund 25 Mitglieder aus Arbeitskreisen und Gruppen in St. Georg waren dazu in das Pfarrheim, dann in die Kirche gekommen.

Die Kernpunkte der neuen Gestaltung finden sich bereits im provisorischen Umbau aus dem September 2017. Dieses Provisorium sollte eigentlich nur wenige Monate als Test dienen. Allerdings stellte sich zwischenzeitlich die überraschend notwendige Sanierung der Außenmauern am Turm und den Schildwänden daneben als dringlicher heraus.

Georg Teigeler wies, auch mit Blick auf die Diskussion innerhalb der Pfarrgemeinde, auf Vorgaben des Bistums Münster hin, die mit Finanzierungszuschüssen verknüpft sind. Das Bauamt des Bischöflichen Generalvikariats, die Kunst- und die Liturgiekommission hätten in einer Reihe von Abstimmungsgesprächen Einfluss genommen auf die Umgestaltung des sakral genutzten und denkmalgeschützten Gebäudes.

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Das Bistum unterscheidet zwischen Notwendigem und Wünschenswertem.

Georg Teigeler, Zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstand, zu Finanzierungsfragen

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Diese Punkte stellten Georg Teigeler und Pfarrer Peter Ceglarek als nunmehr sicher fest:

► Die einstufige Altarinsel und die Bankreihen an ihren Seiten.

► Der Zelebrationsaltar und das Predigtpult an ihren jetzigen Positionen werden, der Ansicht der Bistumsämter folgend, aus Sandstein bestehen und nicht mobil sein. „Der feste Altar unterscheidet Kirchen von Festhallen“, erklärte Pfarrer Ceglarek. „Viele hatten sich eine variable Lösung für den Altar gewünscht, aber das geht nicht“, erinnerte Norbert Leitung an Bistumsvorgaben.

► Der Taufstein bekommt seinen Platz im Eingangsbereich unter der Mitte des Gewölbebogens, also etwas weiter Richtung Altar als jetzt. Drum herum soll genug Platz auch für größere Taufgottesdienste entstehen.

► Die Podeste unter den Kirchenbänken werden entfernt, so dass sie ebenerdig und barrierefrei zugänglich sind.. Rechts und links des Mittelgangs sollen die Bänke, auch aus akustischen Gründen und um kalten Füßen entgegen zu wirken, auf einem eingelassenen Holzboden stehen. Die Seitenbänke bekommen einen Steinfußboden, der sich bei einem eventuellem späteren Abbau zum Beispiel für Ausstellungen oder Veranstaltungen eignen würde. Die Absenkung soll die aus Platzgründen nur einstufig mögliche Altarinsel besser sichtbar machen. Die vorderen Reihen zum Altar hin sollen mobil gestaltet mit Blick etwa auf Familiengottesdienste.

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Des Weiteren: Zumindest eine Tür soll behindertengerecht gestaltet werden. Die Beichtstühle als bleiben, wo sie sind. Die Lüftungsschächte der Heizung werden parallel zum Mittelgang verlegt. Die Lichtanlage wird erneuert. Wände und Decke werden gereinigt.

Der Blick des Pfarrers und der Gemeindegremien richtet sich nun auf die Sitzung des Kirchensteuerrats in Münster Anfang März. Dort geht es um die Zuschüsse des Bistums zu den Investitionen, die Ceglarek grob im „deutlich sechsstelligen Bereich“ einordnete. Zurzeit ermittelt der Architekt Holtfrerich auf Grundlage der Beschlüsse der Gemeindegremien von September vergangenen Jahres die Gesamtkosten. Pfarrer Ceglarek rechnet mit einer Entscheidung über die Finanzierung bis April. Der Umbau soll nach den Erstkommunionfeiern, also im Juni, beginnen und rechtzeitig zu Weihnachten 2019 abgeschlossen sein. In dieser Zeit will die Gemeinde für Gottesdienste in andere Räume in Saerbeck ausweichen.

Offene Punkte

Etliches auf der Wunsch- und Ideenliste für den Kirchenumbau stellten Pfarrer Peter Ceglarek und Georg Teigeler vom Kirchenvorstand unter einen Finanzierungsvorbehalt. „Wenn wir mit dem Umbau fertig sind, müssen wir sehen, was wir noch finanziert bekommen“, sagte Teigeler. Offen sind auch noch Details der Gestaltung. Dazu gehören laut ihm und Pfarrer Ceglarek: Der Kauf von Stühlen als zusätzliche Sitzgelegenheiten. Die technische Ausstattung mit etwa Steckdosen, Datenleitungen oder einer größeren Leinwand mit Beamer. Der Umbau der restlichen Kirchenbänke für bequemeres Sitzen. Die konkrete Ausgestaltung von Altar, Predigtpult und Priestersitz.Neben dem Dank für die bisherigen Beiträge und „konstruktive Kritik“ richteten der Pfarreiratsvorsitzende Norbert Leitung wie auch Teigeler und Ceglarek die Aufforderung in die Kirchengemeinde, Anregungen für weitere Planung einzubringen und „gemeinsam zu überlegen“.



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