Prüfungen der Gemeindefinanzen für die Jahre 2016 und 2017
Geordnete Verhältnisse

Saerbeck -

Ein Häkchen machte der Rat am Donnerstagabend hinter die Prüfungen der Gemeindefinanzen für die Jahre 2016 und 2017. Hinter den „uneingeschränkten Bestätigungsvermerken“ stehen dicke Überschüsse.

Sonntag, 10.02.2019, 09:00 Uhr
Kämmerer Guido Attermeier kann zufrieden sein: Die Gesamtergebnisrechnung schließt für 2016 mit 3,1 Millionen Euro, die Ergebnisrechnung für 2017 beziffert den Überschuss auf knapp zwei Millionen Euro.
Kämmerer Guido Attermeier kann zufrieden sein: Die Gesamtergebnisrechnung schließt für 2016 mit 3,1 Millionen Euro, die Ergebnisrechnung für 2017 beziffert den Überschuss auf knapp zwei Millionen Euro. Foto: dpa

Die Gesamtergebnisrechnung schließt für 2016 mit 3,1 Millionen Euro, die Ergebnisrechnung für 2017 beziffert den Überschuss auf knapp zwei Millionen Euro. Im Effekt wurde die zuvor in knappen Jahren arg abgeschmolzene Ausgleichsrücklage (der Sparstrumpf der Gemeindekasse) auf die maximale Höhe von 5,9 Millionen Euro aufgestockt, zusätzlich flossen fast 600 000 Euro in die allgemeine Rücklage.

Die Überschüsse bilden eine Basis für die Millionen schweren Investitionen in neue Bau- und Gewerbegebiete, einen geplanten Erweiterungsbau für die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) und einiges mehr, die demnächst anstehen. Außerdem hatte die Kämmerei zum Jahresende fünf Millionen Euro liquide Mittel, sozusagen der aktuelle Kontostand.

Am Montag hatte sich der Rechnungsprüfungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung mit den Jahren 2016 und 2017 befasst und legte am Donnerstag dem Rat seine Ergebnisse vor. Die Grundlage waren in beiden Fällen Berichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon aus Münster. In beiden Fällen machte der Rechnungsprüfungsausschuss sich diese zu eigen, berichtete dessen Vorsitzende Mechthild Lüggert im Rat.

Was 2016 betrifft, wird dem Gesamtabschluss damit bescheinigt, ein „den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage des Konzerns ,Gemeinde Saerbeck´“ zu liefern. Von den Wirtschaftsprüfern gab es einen „uneingeschränkten Prüfungsvermerk“. Stichproben haben zu keine Einwendungen geführt, stellte Lüggert im Rat fest. Sie nannte die Prüfungen ein „weiteres Sicherungsnetz und Früherkennungssystem“. In der Betrachtungsweise als „Konzern“ hat die Gemeinde eine Bilanzsumme von rund 88 Millionen Euro.

Das gleiche gilt für den Jahresabschluss 2017. Hier weisen die Zahlen aus, dass das Eigenkapital der Gemeinde zum Jahresende bei 17,66 Millionen Euro lag. Dazu gehört unter anderem auch der Immobilienbesitz. Seit Einführung des Neuen kommunalen Finanzmanagements (NKF) und damit der Aufstellung von Bilanzen wie in Unternehmen ist dieses Eigenkapital um 1,6 Millionen Euro gewachsen. „Damit betreibt die Gemeinde Saerbeck eine strukturell ausgeglichene Haushaltswirtschaft und bewegt sich finanziell in geordneten Verhältnissen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Mit dem einstimmigen Ja zu beiden Prüfberichten durch den Rat verbunden ist die „vorbehaltlose Entlastung“ des Bürgermeisters für beide Jahre. Wilfried Roos nutzte die Gelegenheit, um Rat und Verwaltung, besonders den Mitarbeitern in der Kämmerei, für ihre Arbeit zu danken.

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