Närrische Sitzung des Kolping-Karnevals
Der Falke-blaue Funke springt über

Saerbeck -

Prinz Thomas (Teigeler) hat Qualitäten als Anheizer und Vortänzer. Die stellte er während der närrischen Sitzung des Kolping-Karnevals unter Beweis, und die Falke Street Boys als Elferrat standen nicht nach. In den mehr als vier Stunden glänzten besonders die „Saerbeck Originals“, vom Präsidenten-Duo über den Elferrat bis zum Zugezogenen und Dorftrottel in der Bütt. Der blaue Funke sprang über.

Sonntag, 17.02.2019, 16:56 Uhr aktualisiert: 17.02.2019, 18:08 Uhr
Die Fan Girls haben die Bühne gestürmt, die Falke Street Boys als Elferrat finden´s offensichtlich gut. Prinz Thomas hebt gleich ab.
Die Fan Girls haben die Bühne gestürmt, die Falke Street Boys als Elferrat finden´s offensichtlich gut. Prinz Thomas hebt gleich ab. Foto: Alfred Riese

In der Kürze liegt die Würze – nicht beim Kolping-Karneval. Wer am Samstag rechtzeitig zum freien Eintritt an Hövels Festhalle eintraf, der bekam die Bühnenshow der „Landeier“ noch mit. Und war dann auch mittendrin in der Party. Zuvor hatte der Festausschuss ein mehr als vierstündiges Programm-Feuerwerk abgebrannt.

Eingebettet in angereiste Jonglage, Show- und Gardetanz, Büttrede und das Stimmungsgewitter der „Landeier“ als krönendem Abschluss zeigte sich, dass die Saerbecker Akteure auf der Bühne und im Publikum die eigentlichen Zugpferde der närrischen Sitzung des Kolping-Karnevals sind.

Wo auch immer die Pailletten-Sakkos des Elferrats blau glitzerten, ging die Stimmung rasch durch die Decke. Die Truppe aus dem früheren Männerballett des SC-Falke-Karnevals feierte als Falke Street Boys ein Comeback zur Melodie von „Everybody“ der Backstreetboys. Da flogen Kuscheltiere und andere Textilien auf die Bühne, später warfen sich die Fan Girls, die Ehefrauen, selbst hinterher. Da klebten die Hemden ihrer Männer schon schweißnass am Körper und die Wasserkisten stapelten sich hinter sich der Bande, hinter der die Altherrenfußballer residierten – aber immer nur kurz.

Prinz Thomas Teigeler, der Altherren-Abräumer, gab lieber den immer lachenden Anheizer und Vortänzer und überließ das Sitzen und Reden anderen. Zum Beispiel dem „Dichter“ im Elferrat, Karl-Heinz Hövel, der befand: „Der Rathaussturm war bitter nötig.“ Ein stellvertretender Bürgermeister Florian Bücker in Kapitänsuniform als kreuzfahrender Florian Silbereisen – da übernehmen besser die Falke Street Boys. Eine ihrer Statuten: Zwischen den Kreisel werden die Straßen für Autos gesperrt und zur Partymeile, dank Anschluss ans Wärmenetz mit Fußbodenheizung für den Winter. So würde die Klimakommune mal auf andere Art für eine gute Atmosphäre sorgen, könnte man sagen. Weitere Regel: Die neue Lindenstraße nicht unter 1,5 Promille befahren, sonst schafft man die Schlangenlinien zwischen den Tempobremsen rechts und links nicht.

Glückwunsch kann man dem Festausschuss nicht nur zum Elferrat sagen. Als kenntnisreiche Originale mit dem richtigen Witz zeigten sich „der Zugezogene“ Andreas Lindenblatt und der „Dorftrottel“ Raimund „Münne“ Beermann in der Bütt. Münnes Widerworte verbietendes „Ich erklär´ dir das mal“ ist ein Kandidat für den Kultstatus.

Ebenfalls am Anschlag der Skala: das Präsidenten-Duo Julia Gilhaus-Schütz und Tobias Liesenkötter. Die großen Angelegenheiten der Kommunalpolitik holten die Beiden gut aufgelegt auf den Boden der närrischen Tatsachen und fanden, dass die Falke Street Boys heller strahlen als Preise, Emmys und ein Dealmaker-Bürgermeister.

Gerade bei den spontanen Einlagen machten sich Elferrat und Präsidenten-Duo zu ihren eigenen Programmpunkten – und brachten die rund 400 Narren im Saal auf Touren, unter anderem mit der Hymne „Falken lügen nicht“ im ganz großen Chor. Da hatten am Ende die „Landeier“ mit einem ihrer letzten Auftritte auf ihrer Abschiedstournee leichtes Spiel. Und ab ging die Polonäse zur Party.

Blauer Funke springt bei Saerbecks Narren über

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