Jahreshauptversammlung des DRK Saerbeck
Eigener Krankentransporter bis 2020?

Saerbeck -

Bei der Anschaffung eines eigenen Krankentransportwagens (KTW) ist der DRK-Ortsverein offenbar weiter gekommen als gedacht.

Freitag, 15.03.2019, 11:55 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 12:00 Uhr
Der Vorstand des DRK-Ortsvereins mit dem Vorsitzenden Alfons Günnigmann (links) und dem neuen Zweiten Vorsitzenden Walter Thiemann (3. von links).
Der Vorstand des DRK-Ortsvereins mit dem Vorsitzenden Alfons Günnigmann (links) und dem neuen Zweiten Vorsitzenden Walter Thiemann (3. von links). Foto: Alfred Riese

„Ich darf mit Stolz einen Spendenstand von 7800 Euro nennen“, sagte Jürgen Hölscher, Schatzmeister und Geschäftsführer des Ortsvereins, am Mittwoch während der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus. Das Ziel von mindestens 12 000 Euro werde man wohl noch in diesem Jahr erreichen.

Der Vorstand und die Rotkreuz-Gemeinschaft (früher Bereitschaft) hätten bereits im Jahr 2018 Grünes Licht für das Projekt gegeben, erklärte der DRK-Vorsitzende Alfons Günnigmann. Die Vorteile einer solchen Investition überwiegen für ihn: die Möglichkeit, Bürgern zu helfen, eine verantwortungsvolle Aufgabe, eine größere Präsenz in der Öffentlichkeit und auch neue Einnahmen. Die Rotkreuz-Gemeinschaft nahm deren stellvertretender Leiter Ludger Kordt in den Blick. Ihre Mitglieder treten in Saerbeck öffentlich als Sanitätsdienst bei Veranstaltungen in Erscheinung. Ein eigener KTW schaffe hier auch Ausbildungsmöglichkeiten und -ziele. Zurzeit gebe es im DRK vor Ort vier Rettungssanitäter und einen Rettungshelfer. Weitere Ausbildungen würden bald starten. Der DRK-Vorsitzende Günnigmann nannte einen Fahrzeugkauf im Jahr 2020 „wahrscheinlich“.

Was die Rotkreuz-Gemeinschaft im vergangenen Jahr geleistet hat, fasste deren Leiter Marco Fischer zusammen. Von den insgesamt 39 Einsatztagen entfielen 16 auf Sanitätsdienste bei elf Veranstaltungen in Saerbeck (vier Einsatztage und zwei Veranstaltungen mehr als 2018). 32 Helfer leisteten ehrenamtlich 218 Einsätze mit rund 1800 Stunden. Die Einsatzeinheit rückte zweimal aus. Beim Großbrand bei Saertex Multicom habe man „trotz aller Widrigkeiten eine super Leistung gezeigt“, lobte Fischer. Mit Fortbildungen und Dienstabenden kam Fischer unterm Strich für die 26 Mitglieder der Rotkreuz-Gemeinschaft auf 5440 Einsatzstunden.

Mit 801 entnommenen Blutspenden blieb diese Zahl 2018 unter den Hoffnungen, berichtete der Blutspende-Beauftragte Walter Thiemann. Die Umstellung von vier auf fünf jährliche Termine habe sich allerdings bewährt. Günnigmann würdigte die „Riesen-Leistung der Rotkreuz-Gemeinschaft und des Küchenteams“ bei den Terminen. Während der Jugend-Rotkreuz einen neuen Anlauf bei der Nachwuchsarbeit startet, wurde die Königsberg-Hilfe nach 14 Jahren und 25 Lkw-Transporten 2018 eingestellt. Zu hoch mittlerweile die Kosten und Hürden beim russischen Zoll, bedauerte Günnigmann. Dem Initiator Gerd Lepkojus und seinen Helfern sprach er ein „ganz herzliches Dankeschön“ aus. Unverändert gut laufe die Arbeit des Alleinstehenden-Treffs, berichtete die Sozialbeauftragte Marianne Westermann.

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