Einsegnung neuer Fahrzeuge bei der Freiwilligen Feuerwehr
Die Schlagkraft ist sichergestellt

Saerbeck -

Zusammen mit dem Durchschnittsalter der aktiven Wehrleute verjüngt sich der Fahrzeugpark der Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck beträchtlich. Vier „Neue“ und ein Umbau wurden jetzt von den Pfarrern Peter Ceglarek (St. Georg) und Rainer Schröder (Arche) eingesegnet.

Mittwoch, 03.04.2019, 12:05 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 12:10 Uhr
Frisch gesegnete neue Feuerwehr-Fahrzeuge mit (v.l.): Bürgermeister Wilfried Roos, Pfarrer Rainer Schröder (Arche), Pfarrer Peter Ceglarek (St. Georg) und Udo Meiners (Wehrleiter).
Frisch gesegnete neue Feuerwehr-Fahrzeuge mit (v.l.): Bürgermeister Wilfried Roos, Pfarrer Rainer Schröder (Arche), Pfarrer Peter Ceglarek (St. Georg) und Udo Meiners (Wehrleiter). Foto: Alfred Riese

Die Feuerwehrleute feierten dieses Ereignis mit einem großen Bahnhof im Gerätehaus, unter anderem mit Ratsvertretern, Kollegen der Emsdettener Feuerwehr und Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier.

470 000 Euro hat die Gemeinde ausgegeben für ein LF 20 (Löschfahrzeug), ein fahrbares Stromaggregat und die Umrüstung eines vorhandenen Lkw zum Logistikfahrzeug. Dazu kommt ein LF 20 für den Katastrophenschutz vom Land NRW. Die gute Personallage in Saerbeck sei mit ausschlaggebend gewesen für die Stationierung, sagte der Kreisbrandmeister. Fast ungeschoren blieb die Gemeindekasse bei der Flugdrohne mit Wärmebildkamera.

„Wir halten weiter an der Umsetzung unseres Brandschutzbedarfsplans fest, der eine ständige Verbesserung des Fuhrparks vorsieht – auch wenn die Haushaltslage mitunter dagegen spricht“, erklärte Bürgermeister Wilfried Roos. Zuallererst gehe es aber darum, dass alle Feuerwehrleute gesund von ihren Einsätzen zurückkämen. Ihre Leistungsfähigkeit habe die Freiwillige Feuerwehr auch bei größeren Einsätzen gezeigt, sagte Roos und dankte „allen, die so ihren Dienst am Nächsten tun“.

„Sie setzen einen Teil ihres Lebens ein im Sinne des christlichen Glaubens“, bescheinigte Pfarrer Rainer Schröder (Arche) den Feuerwehrleuten. Pfarrer Peter Ceglarek (St. Georg) hob „den Mut und die Selbstlosigkeit der Menschen, die sich für andere einsetzen“ hervor. Den Segen für die Fahrzeuge erweiterten beide auf alle Feuerwehrleute. Sie meinten, er sei „das kleine Quäntchen Glück, das man manchmal braucht“.

Ein komplizierter, langwieriger Prozess über zweieinhalb Jahre mit europaweiter Ausschreibung waren diese so noch nie dagewesenen Neuanschaffungen, erinnerte sich Wehrleiter Udo Meiners. „Die Fahrzeuge stellen unsere Schlagkraft sicher“, fasste er die Bedeutung der Investition knapp zusammen.

Die neuen Feuerwehrfahrzeuge

Beim LF 20 Kats steht die Abkürzung für Katastrophenschutz. Es gehört zu den 109 Fahrzeugen dieser Art, die das Land NRW anschafft und flächendeckend in Kreisen und kreisfreien Städten verteilt. Pumpen, Motorsägen, ABC-Ausrüstung und ein 1000-Liter-Tank gehören zur Ausstattung.Die elektrische Leistung des Stromaggregates wird offiziell mit 67 Kilovoltampere (KVA) angegeben, was praktisch 67 Kilowatt heißt. Es hat unter anderem einen ferngesteuerten, ausfahrbaren Lichtmast. Es gehört zum Einsatz-Portfolio des Saerbecker „Stabs für außergewöhnliche Ereignisse“ (SaEr) und würde zum Beispiel bei einer nächtlichen Blindgängerentschärfung oder einem Stromausfall in der Kläranlage zum Einsatz kommen.Die Flugdrohne hat die Feuerwehr mit dem Preisgeld des Leuchtfeuerwettbewerbs der Spardabank, einer Spende der Sparkasse und einem Zuschuss der Gemeinde finanziert. Mit ihrer zusätzlichen Wärmebildkamera wurde sie schon für die Personensuche und zum Auffinden von Glutnestern beim Brand im Kompostwerk eingesetzt. Zusammen mit der Drohnen-Einsatzgruppe der Saerbecker Feuerwehr steht sie demnächst der Kreisleitstelle für Einsätze zur Verfügung.

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