Änderungen im Haushaltsentwurf 2019
Rote statt schwarze Zahlen auf der Ergebnisseite

Saerbeck -

Wenn der Gemeinderat am Donnerstag den Entwurf des Haushalts 2019 zum Beschluss auf dem Tisch hat, ist seit der Einbringung im Dezember beim Ergebnis aus der fünfstelligen schwarzen eine sechsstellige rote Zahl geworden. Der Grund sind zehn Änderungen.

Dienstag, 02.04.2019, 18:00 Uhr
Das Rathaus teilt neue Zahlen zum Haushalt 2019 mit.
Das Rathaus teilt neue Zahlen zum Haushalt 2019 mit. Foto: Alfred Riese

Kämmerer Guido Attermeier stellte sie in der Sitzung des Finanzausschusses in der vergangenen Woche vor. Eine Debatte gibt es traditionell erst in der entscheidenden Ratssitzung.

Gut 81 000 Euro im Plus Ende 2019, so sah es noch vor Weihnachten aus. Seitdem haben sich Verbesserungen und Verschlechterungen auf ein geplantes Jahresergebnis von minus 489 750 Euro summiert. „Der Vorteil oder auch der Nachteil, wenn man den Haushalt so spät beschließt, ist: Man gewinnt neue Erkenntnisse“, kommentierte Kämmerer Attermeier trocken im Finanzausschuss. Für die Jahre ab 2020 sei er aber wegen veränderter Rahmenbedingungen „gar nicht so pessimistisch“. Attermeier mahnte, das Augenmerk auf die mittelfristige Finanzplanung zu richten sowie auf Liquidität und Schuldenentwicklung zu achten. Immerhin wolle die Gemeinde im laufenden Jahr mit „Investitionen auf Rekordniveau“ den gesamten Kassenbestand von 5,8 Millionen Euro und zusätzlich Geld aus neuen Darlehn in Infrastruktur pumpen, „von der die nächste Generation auch etwas hat“.

Die größte Posten bei den Veränderungen:

► Der zweite Bauabschnitt der Asbestsanierung am Grundschulgebäude kostet zusätzlich 325 000 Euro. „Dann ist die Grundschule asbestfrei“, stellte Attermeier in Aussicht.

► Für Investitionen in die Wirtschaftswege sollen 98 000 Euro mehr fließen, die die Betreiberfirma des Windparks in Sinningen bereits gezahlt hat.

► Der jüngst beschlossene Bau einer Ampel an der Emsdettener Straße auf Höhe der Zufahrt zum Parkplatz Teigelkamp kostet 43 000 Euro.

► Mit rund 15 000 eigenen Euro schlägt die Erweiterung der Kita Regenbogen um eine dritte Gruppe zu Buche.

► 84 000 Euro stehen im Plan für zusätzliche Gutachter- und Planungskosten.

► Wofür und wann Zuschüsse aus dem Digitalpakt kommen, wird die Zukunft zeigen. In der Gegenwart will die Gemeinde im Zweifelsfall mit eigenem Geld die Breitbandanschlüsse und die Digitalisierung beider Schulen angehen und rechnet mit eigenen Kosten von rund 200 000 Euro.

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