Generalversammlung der Kolpingsfamilie
Café Samocca auf der Verlustliste

Saerbeck -

Die Mischung aus Beständigkeit und Bewegung hält die Kolpingsfamilie Saerbeck aktiv. So ließe sich die Bilanz zusammenfassen, die Kolping-Vorsitzender Alfons Bücker auf der Generalversammlung im Mehrgenerationenhaus (MGH) vorlegte.

Freitag, 05.04.2019, 11:55 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 12:00 Uhr
Kolping-Vorsitzender Alfons Bücker bedankte sich bei Kassiererin Melanie Weiligmann für das große Zahlenwerk, das sie der Generalversammlung präsentierte.
Kolping-Vorsitzender Alfons Bücker bedankte sich bei Kassiererin Melanie Weiligmann für das große Zahlenwerk, das sie der Generalversammlung präsentierte. Foto: Kolpingsfamilie/Harald Westbeld

Viele Angebote haben sich seit Jahren bewährt und werden fortgeführt. Und doch gibt es auch immer Bewegung bei den Aktiven und den Angeboten.

Auf der Verlustliste wird in diesem Jahr das Café Samocca im MGH stehen. Denn die Ledder Werkstätten haben zum 31. Oktober gekündigt, schreibt die Kolpingsfamilie in einer Presseinfo. Bücker bedauerte dies, hofft aber, dass eine gute Nachfolgelösung gefunden werden kann. Gespräche dazu laufen.

Ein herber Verlust war im vergangenen Jahr der Tod von Eduard Winter, der nicht nur mit 41 Jahren Mitgliedschaft ein besonders treuer, sondern auch ein besonders aktiver Kolpinger war. Besonders am Herzen habe ihm, so Alfons Bücker, bis in seine letzten Lebenstage der von ihm gegründete Seniorenkreis gelegen. Den wird jetzt seinem Wunsch entsprechend seine Frau Anneliese weiterleiten, die ihn dabei schon in den vergangenen Jahren kräftig unterstützt habe.

Neben Eduard Winter gedachten die Teilnehmer vier weiteren, zum Teil sehr langjährigen Mitgliedern, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Adolf Wennemann war dabei mit 65 Jahren der beständigste. Übertroffen wird er derzeit nur von Georg Erber mit 74 Jahren, der zugleich mit 91 Jahren das älteste Mitglied ist. Gerade zwei Jahre zählt dagegen der jüngste Kolping-Nachwuchs.

Weit gespannt sind auch die Aktivitäten, von denen Alfons Bücker in seinem Rückblick nur einige wenige heraushob, während die Gesamtschau im Jahresbericht schriftlich vorgelegt wurde. Durch die Gründung des Arbeitskreis Glaubens habe es viele neue Ideen gegeben wie die 10-Minuten-Auszeiten, die aktuell in der Fastenzeit jeweils freitags um 10 Uhr in der Pfarrkirche angeboten werden.

Besonders aktiv sei die Kolpingsfamilie gerade zu Beginn jeden Jahres in der Karnevalssaison und in den Sommerferien mit Ferienlager, Dorfranderholung und Ferienspaß. In den sechs Wochen seien im vergangenen Jahr rund 1600 Kinder und Jugendliche erreicht worden. Beim Bauspielplatz werde es in 2019 Änderungen geben. Aufgrund einer Beschwerde dürfe keine Nachtwache mehr gehalten werden, der Kreis habe hier „Soziallärm“ nach 22 Uhr untersagt. Ebenso muss das Abschlussfeuer entfallen, da es sich um illegale Entsorgung von Altholz handle.

Rund 406 000 Euro sind im vergangenen Jahr umgesetzt worden, die Etatplanung für 2019 sieht Einnahmen und Ausgaben von 420 000 Euro vor. Große Posten sind dabei vor allem das Bildungswerk und das MGH. Bewältigen lasse sich das nur noch mit einem Profi im komplizierten Vereinssteuerrecht und einer Mitarbeiterin, die die Buchhaltung übernehme. Alfons Bücker dankte Kassiererin Melanie Weiligmann für diesen Einsatz und ihr großes Engagement bei der Umsetzung der neuen Datenschutzregelungen, die sie federführend übernommen hat.

Dank gab es auch für Beständigkeit. Seit 30 Jahren engagiert sich Harald Westbeld im Vorstand der Kolpingsfamilie. Zunächst habe er die Öffentlichkeitsarbeit übernommen, später sei die Schriftführung hinzu gekommen. Wenig Bewegung gab es auch bei den Wahlen zum Vorstand. Sowohl Anita Beuning als auch Janine Middler hatten einer Verlängerung als stellvertretende Vorsitzende zugestimmt und wurden uneingeschränkt in ihren Ämtern für weitere drei Jahre bestätigt.

Neu im Gesamtvorstand vertreten ist Lars Winnemöller als Jungkolpingleiter, der Stefan Winkeljann ablöst. Die Beständigkeit ist aber auch hier gewahrt mit Theresa Greiling, die weiterhin Jungkolpingleiterin bleibt, so die Kolpingsfamilie.

Die kommenden Termine

Zum Abschluss der Generalversammlung nutzte Alfons Bücker die Gelegenheit, auf nächste Programmpunkte hinzuweisen. Schon am heutigen Freitag steht das Doppelkopfturnier um 19.30 Uhr in Dahms Hoff an. Am Gründonnerstag ist um 21 Uhr Betstunde in der Pfarrkirche mit anschließender Nachtwache. Es biete sich an, schon mal Alteisen und andere Metalle beiseite zu legen, denn am Samstag, 27. April, seien die Schrottsammler wieder aktiv. Nach wie vor seien die Erlöse aus den zwei Sammlungen im Jahr, die von Kolpingjugendlichen und wechselnden Familienkreismitgliedern unterstützt würden, eine der größten, frei verfügbaren Einnahmequellen des Vereins.

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