Auferstehungsmesse in St. Georg
Vom Dunkel ins Licht ab 6 Uhr morgens

Saerbeck -

Nach Gründonnerstag und Karfreitag und einer lichtlosen Kirche mit verhülltem Kreuz erzählte die Auferstehungsmesse in St. Georg am Ostersonntag ab 6 Uhr die Geschichte der Liebe Gottes, der Auferstehung und der Berufung zur Freiheit für den Menschen.

Dienstag, 23.04.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 23.04.2019, 15:58 Uhr
Am Ende der zunächst dämmrigen Auferstehungsmesse am frühen Morgen des Ostersonntag brannten alle Kerzen in St. Georg und die Sonne ging hinter den östlichen Kirchenfenster auf.
Am Ende der zunächst dämmrigen Auferstehungsmesse am frühen Morgen des Ostersonntag brannten alle Kerzen in St. Georg und die Sonne ging hinter den östlichen Kirchenfenster auf. Foto: Alfred Riese

Als sich um 6 Uhr morgens am Ostersonntag rund 250 Menschen in der St.-Georg-Pfarrkirche versammelten, dämmerte es gerade. Das Innere der Kirche lag noch im Dunkel, das Kreuz vor dem Hochaltar blieb im Schatten. Entlang von sechs Bildern erzählte die Auferstehungsmesse in den folgenden zwei Stunden die Geschichte der Schöpfung und des Menschen darin, der von Gott geschaffen, gewollt und geliebt ist. Die Frage aus dem Impuls gebenden Gedicht des Frankfurter Priesters Lothar Zenetti, „ob wir später wohl einfach vergeh´n“ fand ihre Antwort im Bild von einem Lichtgrab, ohne den auferstandenen Jesus, und in der Aufforderung „Sucht den Lebenden nicht bei den Toten“.

Pfarrer Peter Ceglarek stellte die Berufung des Menschen zur Freiheit in den Mittelpunkt von Lesungen, Evangelium und Predigt. Aber nicht als Freibrief für alle individuellen Wünsche, sondern als Botschaft der „befreienden Liebes-Geschichte Gottes mit und Menschen“ und als Aufforderung: „Dient einander in Liebe““.

In der immer noch dämmerigen Kirche verbreitete sich nun das Licht der neu entzündeten Osterkerze über die siebenarmigen Leuchter, Dutzenden weitere Kerze bis in die Bänke, wo Messdiener mit den kleinen Flammen an die Gottesdienstbesucher verteilte kleine Kerzen entzündeten – „Jesus Christus, du hast die Dunkelheit überwunden“, das war in St. Georg eindrucksvoll erlebbar.

Sein Teil dazu bei trug der Kirchenchor St. Georg unter Leitung von Christoph Brehm unter anderem mit Teilen der „Ballade vom Menschen“ von Huub Oosterhuis, der die Schöpfungsgeschichte musikalisch nachzeichnet. Am Ostersonntag wurde im Beisein des emeritierten evangelischen Diakons Günter Reelfs eine zusätzliche zweite Osterkerze gesegnet. Mitglieder des Ökumene-Kreises der beiden Christlichen Kirche in Saerbeck trugen sie später in den 9.30-Uhr-Gottesdienst in die evangelische Arche. Die Gestaltung der Auferstehungsmesse bekam am Ende gegen 8 Uhr vielfachen Applaus der teilnehmenden Frühaufsteher.

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