Wählerverzeichnis liegt diese Woche aus
Schon 400 Briefwahlanträge

Saerbeck -

Die Europawahl am 26. Mai rückt mit großen Schritten näher. Auch in Saerbeck haben die 5400 Wahlberechtigten in den vergangenen Tagen ihre Wahlbenachrichtigung mit der Post erhalten. Einen Trend kann Wahlleiter Jürgen Hölscher schon jetzt bei den Briefwahlanträgen ablesen. Das Thema Wahlrecht für betreute Menschen stellt sich in Saerbeck kaum. Die Wählerverzeichnisse liegen in dieser Woche aus.

Montag, 06.05.2019, 11:00 Uhr
Auch die Saerbecker wählen am 26. Mai das europäische Parlament. Die Wahlbenachrichtigungen sind schon raus.
Auch die Saerbecker wählen am 26. Mai das europäische Parlament. Die Wahlbenachrichtigungen sind schon raus. Foto: Peter Beckmann

Die Europawahl am 26. Mai rückt mit großen Schritten näher. Auch in Saerbeck haben die 5400 Wahlberechtigten in den vergangenen Tagen ihre Wahlbenachrichtigung mit der Post erhalten. Einen Trend kann Wahlleiter Jürgen Hölscher schon jetzt ablesen.

„Das Interesse an der Briefwahl ist nicht schlecht“, sagt Jürgen Hölscher. Bis jetzt seien schon 400 Briefwahlanträge im Rathaus eingegangen. „Bei der letzten Europawahl 2014 waren es insgesamt 750 Briefwähler.“ Seiner Erfahrung nach bedeuteten viele Briefwähler tendenziell eine höhere Wahlbeteiligung.

Bei dieser Europawahl gilt erstmals das Wahlrecht für betreute Menschen. „Sie müssen dafür einen Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis stellen. Dann sind sie wahlberechtigt“, erklärt Jürgen Hölscher. Die Zahl der betreuten Menschen liegt in Saerbeck allerdings unter fünf Personen. „Bis jetzt haben wir noch keine Rückmeldung“, ergänzt der Wahlleiter. Die Menschen mit Behinderung in den Ledder Werkstätten werden laut Hölscher nur teilweise betreut und sind somit eh wahlberechtigt.

Zu den Formalia: Das Wählerverzeichnis zur Wahl zum europäischen Parlament wird in dieser Woche (6. bis 10. Mai) während der allgemeinen Öffnungszeiten im Rathaus (Zimmer 102) für Wahlberechtigte zur Einsichtnahme bereitgehalten. Jeder Wahlberechtigte kann die Richtigkeit oder Vollständigkeit der zu seiner Person im Wählerverzeichnis eingetragenen Daten überprüfen. Wählen kann nur, wer in das Wählerverzeichnis eingetragen ist oder einen Wahlschein hat.

Wer das Wählerverzeichnis für unrichtig oder unvollständig hält, kann bis spätestens Freitag, 10. Mai, bis 12.30 Uhr im Rathaus Einspruch einlegen.

Wer keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, aber glaubt, wahlberechtigt zu sein, muss Einspruch gegen das Wählerverzeichnis einlegen, wenn er nicht Gefahr laufen will, dass er sein Wahlrecht nicht ausüben kann.

Wer einen Wahlschein hat, kann an der Wahl durch Stimmabgabe in einem beliebigen Wahlraum im Kreis Steinfurt oder durch Briefwahl teilnehmen. Wahlscheine können von in das Wählerverzeichnis eingetragenen Wahlberechtigten bis zum 24. Mai, 18 Uhr, bei der Gemeindebehörde mündlich, schriftlich oder elektronisch beantragt werden. Bei der Briefwahl muss der Wähler den Wahlbrief mit dem Stimmzettel und dem Wahlschein rechtzeitig an die angegebene Stelle absenden, so dass der Wahlbrief dort spätestens am Wahltag bis 18 Uhr eingeht.

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