Post aus Damongo in Ghana
„Möge Gott euch segnen“

Saerbeck -

Briefe von zwei jungen Schülerinnen aus Damongo in Ghana an die St.-Georg-Pfarrgemeinde zeigen in diesen Tagen, wie weit sich die Partnerschaft zwischen der katholischen Gemeinde in Saerbeck und der Gemeinde St. Theresa über eine Entfernung von tausenden Kilometern und Kontinentgrenzen hinweg in wenigen Jahren entwickelt hat.

Sonntag, 12.05.2019, 19:55 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 20:00 Uhr
Theresa und Claudia aus Damongo in Ghana bedanken sich bei der St.-Georg-Pfarrgemeinde für die Unterstützung mit Schulgeld.
Theresa und Claudia aus Damongo in Ghana bedanken sich bei der St.-Georg-Pfarrgemeinde für die Unterstützung mit Schulgeld. Foto: privat

„Wir möchten uns sehr bei euch für eure entgegengebrachte Fürsorge und Liebe bedanken. Wir schätzen es sehr, dass ihr uns auf unserem schulischen Weg unterstützt und unsere Schulgebühren übernehmt. Möge Gott euch segnen. Wir werden euch nicht enttäuschen.“ Das schreiben Claudia (18 Jahre) und Theresa (19).

In der St.-Georg-Pfarrgemeinde kümmert sich der Arbeitskreis Eine Welt seit 2015 um die Partnerschaft mit St. Theresa in Damongo. Im Jahr 2017 waren Saerbecker dort, ein Jahr später gab es den Gegenbesuch. Kontakte, Beziehungen, Austausch, Kennenlernen: Daran ist den Menschen in beiden Partnergemeinden gelegen, wurde dabei deutlich. Zugleich unterstützt St. Georg Projekte in der Gemeinde in Afrika mit Spenden.

Es war ein Wunsch der Saerbecker, bei Bildungs- und Gesundheitsprojekten zu helfen. Diese Möglichkeit eröffnete nun die Partnergemeinde mit der Unterstützung von Claudia und Theresa, schreibt der Arbeitskreis Eine Welt.

Theresa wohnt in dem Ort Achillokura, das zu Damongo gehört. Sie schildert in einem persönlichen Brief ihre Lebensumstände:

„Ich bin die Erstgeborene und habe noch vier weitere Geschwister, wovon zwei zur Schule gehen. Für die anderen beiden Kinder können meine Eltern das Schulgeld nicht zahlen, da ihr Einkommen zu gering ist. Aktuell kann mein Vater seiner Tätigkeit als Bauer nicht nachgehen, da er in schlechter gesundheitlicher Verfassung ist. Die kleine Landwirtschaft, die er betreibt, muss uns ernähren. Doch manchmal muss er Lebensmittel verkaufen, um die Schulgebühren zu bezahlen. Daher strenge ich mich besonders an. Gerne möchte ich Ärztin werden, um später die Möglichkeit zu haben den vielen jungen Kinder in meinem Dorf, die oft nicht die Möglichkeit haben zur Schule zu gehen, helfen zu können.“

Claudia ist Halbwaise und lebt bei der Mutter, die keinen Beruf hat. Auch sie kann die Schulgebühren nicht selbst bezahlen. Claudia möchte Journalistin werden. Beide Briefe und weitere Informationen sind an der Stellwand des Arbeitskreises Eine Welt in der St.-Georg-Pfarrkirche zu finden.

Neben der Unterstützung der beiden Schülerinnen kommt zurzeit Hilfe aus Saerbeck für den Bau einer kleinen Landklinik in Sori, einem Ort außerhalb von Damongo, der zur Gemeinde St. Theresa gehört, berichtet der Arbeitskreis.

„Es macht einfach Spaß, die Partnerschaft wachsen zu sehen“, finden Christoph Wickenbrock und Andreas Holtmann vom Arbeitskreis Eine Welt. Man denkt dort aktuell über einen erneuten Besuch in Damongo und St. Theresa nach. Neue Mitglieder sind im Arbeitskreis willkommen.

► Kontakt: Andreas Holtmann, ✆ 02574/983888; Pastoralreferent Werner Heckmann, ✆ 02574/ 93 83 40 (Büro) oder ✆ 02574/12 16 (privat)

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