Anhänger überladen
Kaufmann keiner Schuld bewusst

Saerbeck/Rheine -

Weil ein 38-jähriger Kaufmann aus Emsdetten mit einem überbeladenen Anhänger am 25. Juli 2018 in Saerbeck unterwegs war, wurde er von der Polizei gestoppt. Einen Führerschein hatte er für das 4340 Kilogramm schwere Gespann nicht.

Montag, 13.05.2019, 18:10 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 16:14 Uhr

Deswegen erhielt er einen Strafbefehl von der Staatsanwaltschaft wegen Fahrens ohne Führerschein über 600 Euro bei 20 Tagessätzen à 30 Euro und einem Fahrverbot von einem Monat. Dagegen legte er Widerspruch ein, der am Freitag am Amtsgericht Rheine verhandelt wurde.

„Ich bin mir keiner Schuld bewusst“, sagte der Kaufmann nach der Anklageverlesung. Er hätte sich sogar vorher noch bei der Polizei erkundigt, ob er seinen Pkw mit dem Anhänger fahren dürfte, was man ihm auf der Wache bestätigt hätte. Die Richterin antwortete: „Zulässig für ein Gespann dieser Größenordnung sind 3500 Kilogramm, Ihres lag mit 4340 Kilo deutlich darüber, wie ich es den Akten entnommen habe. Der Anhänger allein ist mit 750 Kilogramm zugelassen, Ihre Ladung betrug aber 1300 Kilogramm.“

Inzwischen hatte der Kaufmann schon den zusätzlichen Führerschein gemacht. Aus diesem Grunde erließ die Richterin das Fahrverbot von einem Monat. Die 600 Euro muss er aber bezahlen. „Hauptsache, ich muss nicht den Führerschein abgeben“, sagte der 38-Jährige erleichtert.

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