Belinda Raffel hat mit The Pack selbst mitgetanzt
Schweiß und blaue Flecken haben sich gelohnt

Saerbeck -

Ganz nah dran war unsere Mitarbeiterin Belinda Raffel bei der Hip-Hip-Europameisterschaft am Wochenende. Sie tanzte in Veldhoven in den Niederlanden für das HK Dance Studio selbst mit in dem Team The Pack. Was am ersten Turniertag beim europaweiten Hip-Hop-Treffen der United Dance Organisation (UDO) los war, schreibt Belinda Raffel.

Mittwoch, 15.05.2019, 11:55 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 12:00 Uhr
Das HK-Dance-Studio-Team The Pack mal ganz bewegungslos bei der Hip-Hop-EM mit der Autorin oben rechts.
Das HK-Dance-Studio-Team The Pack mal ganz bewegungslos bei der Hip-Hop-EM mit der Autorin oben rechts. Foto: HK Dance Studio

Das nächste Ziel: die Europameisterschaft in Veldhoven in den Niederlanden. Die Deutsche Meisterschaft liegt erst wenige Wochen zurück und war sehr gut verlaufen, da geht die Reise mit dem HK Dance Studio schon weiter. The Pack startet in der Kategorie „Teams über 18 Beginner“. Drei Stunden dauert die Anreise, dann erreichten wir das Veranstaltungsgelände und werden von den anderen Saerbeckern vor Ort bereits erwartet.

Die langen Wartezeiten, wie wir sie von den anderen Meisterschaften gewohnt sind, fallen dieses Mal weg – schnell, schnell. Gegenseitig flechten wir uns vier strenge Zöpfe, gleichzeitig feuern wir die jüngeren Gruppen der „HK-Family“ an. Es sind noch nicht einmal alle fertig, da erreicht uns schon die Mitteilung „Umziehen!“. Die letzten Haarsträhnen werden geflochten, noch einige kurze Aufwärmübungen, und dann ist sie auch schon da: die Generalprobe.

Zwischen Franzosen, Briten und Niederländern finden wir ein Plätzchen, um unsere Choreographie das letzte Mal durchzugehen. Die Aufregung steigt sichtlich und nicht jeder beherrscht die Schritte wie im Training. Unser Trainer Habib Kajtazi, die Tänzer aus anderen Gruppen und auch wir selbst im Team gegenseitig motivieren uns: „Ihr schafft das!“ – „Wir schaffen das!“.

Hinter einer anderen Gruppe finden wir unseren Platz hinter der Bühne. Aber unser Aufruf kommt früher als erwartet. Mit dem Gedanken „Ich bin noch gar nicht bereit“ betreten wir die Bühne – vermutlich nicht die beste Einstellung. Aber als unsere Musik beginnt, kommt die Sicherheit ein Stück zurück. Meine Teamkolleginnen und ich blenden die Tatsache aus, dass wir gerade vor den Juroren der Europameisterschaft tanzen. Das Publikum, die große Bühne, die Lichter und die Aufregung geben uns viel mehr Energie, die wir in die Tanzschritte legen können.

Jeder tanzt für sich, aber irgendwie auch alle zusammen. Die vielen Schweiß treibenden Trainings und blauen Flecke haben sich für diesen Moment wirklich gelohnt.

Mit einem synchronen Abgang von der Bühne sind wir schließlich durch. Ein großer Stein fällt uns von den Herzen. Erleichterung und die Gefühls-Achterbahn lassen auch ein paar Tränen fließen. Von den anderen Tänzern kommen jetzt die ersten Komplimente und jede Menge Umarmungen.

Aus unserer Kategorie kommen an diesen Freitag nur zwei der 14 Teams ins Finale – wir leider nicht. Aber wir haben am Samstag noch eine zweite Chance. Mit unserer Leistung auf der Bühne können wir schon mehr als zufrieden sein.

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