Folgen des Kirchenumbaus von St. Georg / Start am Dienstag
Messen an ungewohnten Orten

Saerbeck -

Der Start von Umbau und Renovierung in St. Georg steht unmittelbar bevor. Am Pfingstmontag, 10. Juni, beginnt um 10 Uhr der vorerst letzte Gottesdienst im Kirchengebäude. Am Dienstag danach ziehen dort Bauarbeiter, Handwerker und Restauratoren ein.

Donnerstag, 06.06.2019, 12:00 Uhr
Mitten in der Gemeinde stehen der Altar und das Pastoralteam, seitdem die Altarinsel provisorisch eingerichtet wurde. Am Dienstag nach Pfingsten beginnt der endgültige Umbau von St. Georg, der bis Ostern 2020 dauern soll.
Mitten in der Gemeinde stehen der Altar und das Pastoralteam, seitdem die Altarinsel provisorisch eingerichtet wurde. Am Dienstag nach Pfingsten beginnt der endgültige Umbau von St. Georg, der bis Ostern 2020 dauern soll. Foto: Alfred Riese

Aktivitäten der Gemeinde werden bis voraussichtlich Ostern 2020 an mehreren anderen Orten in Saerbeck und auch Emsdetten zu finden sein.

Pfarrheim, Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG), Friedhofskapelle, Arche, St. Servatius in Hembergen und Herz-Jesu in Emsdetten: Dort schlägt die St.-Georg-Pfarrgemeinde vorübergehend ihre Zelte auf. Detailliert informieren die aktuellen Pfarrmitteilungen auf der Homepage der Kirchengemeinde. Das Warum und Wozu des Umbaus ist Thema eines langen Interviews mit Georg Teigeler, Zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstands, im gerade erschienenen und an alle Haushalte verteilten Pfarrbrief zu Pfingsten.

Die Gottesdienste an Samstagen (17 Uhr) und Sonntagen (8 und 10 Uhr) finden ab dem 15. Juni im großen Forum der MKG, Schulstraße, statt, wie schon bei der Kirchenrenovierung vor 30 Jahren. Eine Ausnahme folgt gleich am zweiten Wochenende: Am Samstag, 22. Juni, sind die Dorf-Schützen während ihres Schützenfest Gastgeber des 17-Uhr-Gottesdiensts in ihrem Festzelt einige Meter weiter an den Sportanlagen.

Im Pfarrheim wird in der kommenden Woche der große Saal zur St.-Georg-Kapelle umgestaltet. Sie soll zu den gewohnten Zeiten für Andacht und Gebet zur Verfügung stehen. Auch werden die Werktagsgottesdienste, zum Beispiel donnerstags um 19 Uhr, oder die Rosenkranzgebete dort stattfinden, ebenso Taufen. Für Beerdigungsfeiern mit oder ohne Eucharistie ist die Friedhofskapelle vorgesehen.

Bereits bekannte Trauungs- und Jubiläumsgottesdienste wurden mit den Paaren individuell abgesprochen, heißt es aus St. Georg. Für diese Anlässe hat die Nachbargemeinde St. Pankratius die Kirchen St. Servatius in Hembergen (Dorfstraße) und Herz-Jesu in Emsdetten (Karlstraße) als alternative Orte angeboten, soweit dort keine eigenen Veranstaltungen stattfinden. Die erste Saerbecker Trauung in Herz-Jesu findet am Samstag, 15. Juni, statt.

Gruppen aus der Gemeinde, die bisher den Saal des Pfarrheims nutzten, ziehen ebenfalls vorübergehende an andere Orte um. Die Altengemeinschaft mit ihren wöchentlichen Treffen mittwochs zum Beispiel bezieht im evangelischen Gemeindezentrum ein barrierefreies Übergangsquartier.

„Es ist eine Zeit des Übergangs. Wir bitten um Verständnis und laden zur Mitfeier der Gottesdienste, auch an ungewohnten Orten, herzlich ein“, heißt es in den Pfarrmitteilungen.

Kernpunkte der Umgestaltung

Die Kernpunkte der Umgestaltung im Kircheninneren sind bereits seit September 2017 als Provisorium zu sehen: die mittige Altarinsel mit Bankreihen rechts und links und das Taufbecken im Eingangsbereich. Bis Ostern kommt unter anderem hinzu: Bänke im mittleren Bereich absenken auf einen ebenerdigen Holzboden, Einkürzen dieser Bänke und Umbau für mehr Bequemlichkeit, Entfernen der seitlichen Bänke zugunsten von flexibler Bestuhlung. Auch die Beleuchtung, Teile der Elektrik und der technischen Ausstattung werden in dem denkmalgeschützten Bau erneuert. Wände und Gewölbe werden gereinigt und instandgesetzt.Laut Georg Tegeler sind die Kosten mit 660 000 Euro veranschlagt. Das Bistum Münster übernimmt davon 300 000 Euro. Die restlichen 360 000 Euro muss die St.-Georg-Pfarrgemeinde aufbringen. In der Rücklage dafür hat sie nach der Sanierung von Außenwänden 180 000 Euro. Zu bereits vorhandenen 60 000 Euro Spenden sollen weitere 20 000 Euro kommen. Die übrigen 100 000 Euro werden mit einem Darlehn des Bistums finanziert.

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