Umrüstung der Straßenbeleuchtung
Stromsparende LED-Technik und Leit-Design

Saerbeck -

Das Dorf erstrahlt bald in neuem Licht, könnte man sagen. Noch in diesem Jahr beginnend und bis voraussichtlich Mai 2020 sollen die Lichtköpfe der Straßenbeleuchtung in der geschlossenen Ortschaft, im Schulkamp, im Gewerbegebiet Nord I, im Bioenergiepark und entlang der Ortsdurchfahrten ausgetauscht werden gegen stromsparende LED-Technik.

Dienstag, 09.07.2019, 12:05 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 12:40 Uhr
Johannes Schüler aus dem Amt für Planen und Bauen zeigt im Planungsausschuss eines der Kelchleuchten-Modelle, die für Wohngebiete in Frage kommen.
Johannes Schüler aus dem Amt für Planen und Bauen zeigt im Planungsausschuss eines der Kelchleuchten-Modelle, die für Wohngebiete in Frage kommen. Foto: Alfred Riese

Kostenpunkt: 586 000 Euro. Davon kommen 80 Prozent als Förderung vom Land NRW aus dem Projekt „Kommunaler Klimaschutz“.

Der Gemeinderat stimmte dem Konzept in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu. Kernpunkt ist ein Leit-Design. Verwaltung und Politik verzichten für die Ausschreibung darauf, konkrete Typen von Leuchtköpfen festzulegen. Stattdessen werden Straßenbereichen Modelle mit vorgegebenen Eigenschaften zugeordnet. Auf den Preis kommt es nicht ausschließlich an, auch die Qualität soll in die Entscheidung einfließen, zum Beispiel die Garantiedauer oder der Unterhaltungsaufwand, erklärte Johannes Schüler aus dem Amt und Planen und Bauen in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses. Es geht laut Schüler um 900 Lichtpunkte, davon 750 in der geschlossenen Ortschaft. Die Masten bleiben.

Für Wohngebiete sieht das Leit-Design Kelchleuchten vor, wie sie bereits in älterer Ausführung auf dem Masten stecken. Die Ortsdurchfahrten und das Dreieck zwischen Emsdettener Straße, Marktstraße und Ferrieres­straße sollen Schirmleuchten an halbrunden Bögen bekommen. Der restliche Ortskern mit dem Bereich um die Kirche und die Bürgerscheune erhält Hutleuchten mit größerer Krempe. Wo die Masten höher als fünf Meter sind, gibt es nüchterne technischen Leuchten. Das gilt für die Lindenstraße, die Ibbenbürener Straße im Ort, die Industriestraße und den Bioenergiepark.

Für das Gewerbegebiet Nord I und den Schulkamp sind Winkelleuchten vorgesehen. Mit einer Ausnahme, die auf Intervention der UWG im Planungsausschuss zustande kam. Wo im Schulkamp Wohnhäuser stehen, sollen es nun auch dort Kelchleuchten werden.

Einsparungen erhofft man sich im Rathaus doppelt. Die LEDs sollen weniger Strom verbrauchen, länger halten und weniger Wartungskosten verursachen, erklärte Bürgermeister Wilfried Roos. Ohne Festlegung auf bestimmte Leuchtkopfmodelle einzelner Hersteller soll auch das Ausschreibungsergebnis breiter gefächert und günstiger ausfallen. Davon geht Johannes Schüler aus. Die Leuchtstärken sollen erhalten, gegebenenfalls noch verbessert werden und die Lichtfarbe an die Orte angepasst, sagte er. Dabei solle die Straßenbeleuchtung auch tagsüber schön aussehen, ein harmonisches Gesamtbild abgeben und die Verkehrsfläche zielgenau ausleuchten.

Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit würden zur Klimakommune Saerbeck passen, erklärte Bürgermeister Roos. „Mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik ist ein weiterer Punkt auf der Agenda der Klimakommune einstimmig beschlossen“, sagte er in der Ratssitzung.

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