Vize-Gouverneurin von Minnesota zu Besuch
Das Saerbecker Modell exportieren

Saerbeck -

Energiewende – das ist keine Frage der Technik. Es geht vielmehr um „vision, policy, leadership, community“, also um eine Vision, um politische Entscheidungen, um Menschen, die Verantwortung übernehmen, und um die Gemeinschaft, die das alles trägt. So brachte es Ken Smith auf den Punkt – und er meinte damit Saerbeck.

Dienstag, 23.07.2019, 09:15 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 09:40 Uhr
Peggy Flanagan (l.), quasi die Vize-Ministerpräsidentin von Minnesota, war Teil der hochrangigen Delegation aus dem US-Bundesstaat.
Peggy Flanagan (l.), quasi die Vize-Ministerpräsidentin von Minnesota, war Teil der hochrangigen Delegation aus dem US-Bundesstaat. Foto: Gemeinde Saerbeck

Smith ist Chef des Unternehmens Ever-Green Energy in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota und einer von gut 20 Gästen aus Minnesota, die die Klimakommune Saerbeck besucht haben.

Die Delegation war hochrangig: Mitglieder der beiden Kammern des Parlamentes von Minnesota, Angehörige der University of Minnesota, Vertreter von Energieunternehmen und der Landwirtschaft und nicht zuletzt Mitglieder der Regierung des Bundesstaates schauten sich in der Klimakommune um. Mit Peggy Flanagan war die zweite Frau im Staat zu Gast in Saerbeck. Flanagan ist die Stellvertreterin des Gouverneurs von Minnesota, übt also das Amt der Vize-Ministerpräsidentin aus. Und auch sie war mehr als überzeugt vom Beispiel Saerbeck. „Ich wünschte, wir könnten das Modell Saerbeck nach Minnesota exportieren, das ist wirklich ein sehr inspirierendes Beispiel.“

Mit dieser Aussage war die Spitzenpolitikerin nicht alleine. In der Schlussdiskussion betonten die Gäste, wie beeindruckend der Gemeinschaftsgeist in der Klimakommune, der Mut und die Leidenschaft für den Klimaschutz in Saerbeck sind. Dabei spielte das Engagement für die Bildung eine besonders große Rolle im Bild, das die Besucher von Saerbeck zeichneten. „Das ist Teil der Identität Saerbeck und ein Vorbild für uns“, so eine Delegationsteilnehmerin.

Alfons Günnigmann erläuterte vor der Schlussdiskussion, wie der Außerschulische Lernstandort arbeitet. Die Perspektive der Landwirtschaft erklärte Manfred Stallfort für die SaerGas. Prof. Dr. Christof Wetter stellte das EnerPrax-Speicherprojekt vor. Zum Besuchsprogramm gehörten auch eine Besichtigung des Bioenergieparks und eine Einführung in das Thema in der Heizzentrale.

Der Besuch in Saerbeck war ein Programmpunkt einer Reise unter der Überschrift „Energy Transition 2.0“, die die Teilnehmer unter andrem nach Düsseldorf, Münster und Berlin geführt hat beziehungsweise noch führen wird. Im September erwartet die Klimakommune bereits die nächsten Gäste aus Minnesota. Dann steht ein erneuter Arbeitsbesuch im Rahmen der „Climate Smart Municipalities“ auf der Agenda, schreibt die Gemeinde.

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