Nach Großbrand in Emsdetten
Rußwolke erreichte Saerbeck - mit Folgen

Saerbeck -

Die Rußwolke, die beim Großbrand auf dem Gelände des Emsdettener Entsorgungsunternehmens Lohmann entstanden ist, ist im Laufe des Montagnachmittags Richtung Saerbeck gezogen. Und tatsächlich gilt die Warnung des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz auch für die Klimakommune.

Mittwoch, 14.08.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 09:11 Uhr
Das Foto, das Nikolas Buschmann mit einer Drohne gemacht und dieser Zeitung zur Verfügung gestellt hat, zeigt, wie die Rauchwolke wegzieht.
Das Foto, das Nikolas Buschmann mit einer Drohne gemacht und dieser Zeitung zur Verfügung gestellt hat, zeigt, wie die Rauchwolke wegzieht. Foto: Nikolas Buschmann

Panik ist im Dorf jedoch nicht ausgebrochen. Als die Saerbecker Feuerwehr zum Brand ausrückte, habe Alfons Bücker im Rathaus angerufen. In Absprache mit Ordnungsamtsleiterin Ines Heilemann, die in Verbindung mit der Kreisleitstelle, der Stadt Emsdetten und der Saerbecker Feuerwehr steht, habe man entschlossen, die Dorfranderholung zur Sicherheit der Kinder von draußen ins Mehrgenerationenhaus zu verlagern. Ansonsten gab es lediglich einen weiteren Bürger-Anruf.

Was müssen die Saerbecker nun beachten? Ines Heilemann verweist dabei auf die Warnung des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV). Demnach soll Obst und Gemüse aus den Gärten, das sichtbar mit Ruß bedeckt ist, zunächst nicht verzehrt werden. Sofern Rasenflächen größere Mengen an Rußpartikeln aufweisen, sollten diese zudem gemäht und der Grünschnitt über den Restmüll entsorgt werden. „Die Rußpartikel sollen nicht mit den bloßen Fingern angefasst werden“, betont die Saerbecker Ordnungsamtsleiterin.

Aus hygienischen Gründen sollten hierbei Handschuhe getragen werden. Diese vorsorglichen Empfehlungen gelten insbesondere für die südöstlich gelegenen Bereiche in Richtung Hembergen, Saerbeck und Westladbergen, so das LANUV. Die Warnungen haben so lange bestand, bis die abschließenden Analyseergebnisse vorliegen. Dies könne einige Tage dauern. Die Warnung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wurde inzwischen aufgehoben.

Doch wer kommt für den Schaden auf, wenn ich einen Nutzgarten habe und jetzt größere Mengen Obst und Gemüse entsorgen muss? „Für den Schaden kommt keiner auf“, erklärt Ines Heilemann. Das sei höhere Gewalt.

Die Freiwillige Feuerwehr Saerbeck hat die Emsdettener Kameraden vor Ort unterstützt. Der Löschzug Dorf ist am Montag direkt mit zwei Fahrzeugen und der Löschzug Sinningen mit einem Fahrzeug ausgerückt, sagt Ines Heilemann. Später wurde der Löschzug Westladbergen nachalarmiert. Die Wehrleute wurden immer wieder ausgetauscht, so dass die Ordnungsamtsleiterin noch nicht sagen kann, wie viele Saerbecker Kameraden im Einsatz waren. Der Löschzug Dorf ist erst am Dienstagmorgen zwischen 8 und 9 Uhr wieder abgerückt.

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