Abschluss der Bauspielplatz-Woche
Wasserspiele und Mitmachzirkus

Saerbeck -

Eine ereignisreiche Bauspielplatzwoche fand am Freitag ihr Ende. Statt des früher üblichen Feuers gab es diesmal Wasserspiele – was genau so gut ankam.

Sonntag, 25.08.2019, 18:55 Uhr aktualisiert: 25.08.2019, 19:00 Uhr
Das Fake-Feuer zu löschen erwies sich als mindestens genauso schwierig wie ein echtes Feuer einzudämmen. Spaß hatten die Kinder auf jeden Fall.
Das Fake-Feuer zu löschen erwies sich als mindestens genauso schwierig wie ein echtes Feuer einzudämmen. Spaß hatten die Kinder auf jeden Fall. Foto: Sina-Marie Hofmann

Auf der Bürgerwiese stehen zwei große Feuerwehrfahrzeuge. Fünf Mitglieder der Jugendfeuerwehr und vier Betreuer helfen Kindern dabei, den „Brand“ eines Hauses zu löschen, mit einem großen Strahlrohr zu zielen und Schläuche aufzurollen. Einige Meter weiter entfernt, baut die Kolpingsfamilie gerade Bänke und Tische auf und platziert auf einem Tisch Kuchen und Kaffee.

Am Freitag wurde das Ende des Bauspielplatzes von 14 bis 16 Uhr gefeiert. „Den Bauspielplatz gibt es schon deutlich länger als 20 Jahre“, erklärt Sebastian Hoppe, einer der stellvertretenden Vorsitzenden der Kolpingsfamilie. Den Ferienspaß gebe es seit 20 Jahren, weshalb am Vormittag zum Jubiläum ein Mitmachzirkus aus Recke angereist war. Anita Beuning nennt es „das Bonbon zum Abschluss.“ Bei dem Zirkus konnten circa 40 Kinder lernen zu Jonglieren und zu Turnen oder sich einfach einmal ausprobieren.

Am Nachmittag gab es nicht, wie die Jahre zuvor, ein großes Feuer. Doch wieso eigentlich? Nach Beschwerden von Anwohnern wurde das Holz geprüft dabei und festgestellt, dass es nicht verbrannt werden darf. „Paletten sind eben Altholz“, wie Hoppe erläutert.

So haben sich die Jugendfeuerwehr und die Kolpingsfamilie eine neue Idee ausgedacht: die Wasserspiele. Jugendfeuerwehrleiter Andre Joanning findet: „Das ist auch eine gute Werbung, um neue Mitglieder zu finden.“ Nun wird das Holzes zum größten Teil über die Gemeinde entsorgt. Ein Container ging nach Mettingen zum Verein „Erlebensraum“ – eine Organisation für behinderte und nicht behinderte Menschen. In Absprache mit der Kolpingsfamilie können auch die Bürger Hölzer mitnehmen. Wichtig sei dabei, wie Hoppe meint, „nicht zum Verbrennen.“

Der Bauspielplatz sei eine gute Gelegenheit „mit Werkzeug umzugehen und einfach einmal draußen etwas zu machen“, erklärt Hoppe. „Dieser Standort hier ist super, da er direkt im Ort ist und für jeden zugänglich. Und im Notfall ist auch gleich ein Arzt in der Nähe. Ebenso gibt es hier sanitäre Möglichkeiten.“ Dieses Jahr gab es ungefähr 23 Bauplätze, die von Kindern bebaut wurden.

Zu den Kindern, die eine Hütte gebaut haben, zählten Leo Stegmann, Nils Beuning und Till Beuning. Nicht nur der Bauspielplatz machte ihnen Spaß, sondern auch die Wasserspiele. Das Feuer vermissten sie kaum. Es gab nur ein Problem, wie Stegmann erklärt: „Richtiges Feuer ist einfacher zu löschen als der Hausbrand hier.“ Die anderen bestätigen ihn. Doch mit vereinten Kräften war auch das „Fake-Feuer“ schnell besiegt.

Mit ihren Eltern am Tisch und der Gabel in der Hand sitzen Isabella und Lukas Liemann. Diese waren zusammen mit ihrer Mutter eine Woche am Bauen. Isabella hat schon alle Stationen der Wasserspiele durchlaufen, die Lieblingsbeschäftigung sei jedoch „Kuchen essen“.

Auch Kinder, die nicht beim Bauspielplatz teilgenommen haben, waren sehr willkommen. Wie etwa Felix und Fabian Olejnik. Diese, nur in Badehose bekleidet, lieben es bei der Hitze durch den Wassersprenger zu rennen und sich zu erfrischen.

Die gelungene Alternative zu dem Feuer fand bei Kindern sowie Eltern Anklang. Diese ließen den Nachmittag zusammen ausklingen und freuen sich schon auf die nächsten Sommerferien.

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