Auf dem Gelände der Zimmerei Hinnemann übt die Feuerwehr
Wasser und Disconebel

Saerbeck -

Weder mit Wasser noch mit Disconebel hat die Freiwillige Feuerwehr gespart bei ihrer Jahreshauptübung zusammen mit dem DRK. Auf dem Gelände der Zimmerei Hinnemann präsentierten die Einsatzkräfte am Freitagabend ein breites Spektrum ihrer Fähigkeiten, mit Absicht ganz öffentlich für jeden, der zusehen wollte.

Montag, 02.09.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 16:55 Uhr
Sieht ganz schön echt aus: Bei der Jahresübung auf dem Gelände der Zimmerei Hinnemann sparte die Feuerwehr nicht mit Disconebel.
Sieht ganz schön echt aus: Bei der Jahresübung auf dem Gelände der Zimmerei Hinnemann sparte die Feuerwehr nicht mit Disconebel. Foto: Alfred Riese

Weder mit Wasser noch mit Disconebel hat die Freiwillige Feuerwehr gespart bei ihrer Jahreshauptübung zusammen mit dem DRK. Auf dem Gelände der Zimmerei Hinnemann präsentierten die Einsatzkräfte am Freitagabend ein breites Spektrum ihrer Fähigkeiten, mit Absicht ganz öffentlich für jeden, der zusehen wollte. „Es war beeindruckend, eine so große Zahl von Feuerwehrleuten aus drei Löschzügen und Rotkreuzler zusammenarbeiten zu sehen“, kommentierte Bürgermeister Wilfried Roos.

Das Übungsszenario sah die Halle der Zimmerei in Flammen, vier Vermisste darin. Auf dem Vorplatz lagen nach Unfällen infolge des Brands zwei Dummys eingeklemmt unter Schuttmulden und Containern. Im Übungseinsatz waren die komplette Saerbecker Feuerwehr, die Jugendfeuerwehr und ein Trupp des DRK, der die Erstversorgung der Verletzten übernahm.

Neu für die Zuschauer war die Kleiderstange unter freiem Himmel. Dort zeigte eine Fahrzeugbesatzung live, wie Umkleiden und Ausrüsten funktioniert – und vor allem wie schnell. Peter Book von der Feuerwehr erklärte dazu, welche kleinen Zeitabschnitte sich zwischen Eingehen des Alarms und dem Eintreffen vor Ort summieren.

„Wir sind keine Berufsfeuerwehr, wir brauchen ein bisschen“, sagte er, „normalerweise ist unser erstes Fahrzeug in höchstens acht bis zehn Minuten vor Ort“. Kürzer wahrscheinlich als zu den Zeiten, in denen die Alarmanrufe noch im Schuhhaus Meyer angenommen wurden und danach die Sirene ertönte, machte Book einen Ausflug in die Geschichte.

Modern und mit dem Neuesten an Technik zeigte sich die Feuerwehr am Freitag. Unter anderem war das LF20-Kats des NRW-Katastrophenschutzes im Einsatz. Das Schwesterfahrzeug der jüngsten eigenen Neuanschaffung der Saerbecker Wehr ist ebenfalls im Ort stationiert. Insgesamt, erklärte Book bringen die Einsatzfahrzeuge 4500 Liter Wasser mit. Zwei Hydranten in der Nähe würden 3000 Liter pro Minute liefern. Klingt viel, ist wenig, meinte Book.

Ein B-Rohr braucht 800 Liter pro Minute, die Drehleiter 2000 Liter. Für das Hydro-Schild, ein senkrechter Wasser-Halbkreis, müssen weitere 1000 Liter her. Im Ernstfall wäre, so Book, ein weiteres Spezialfahrzeug zum Einsatz gekommen, das schnell zwei Kilometer Schläuche zum nächsten Teich oder Bach verlegen könnte.

Augenscheinlich lief der Einsatz routiniert, schnell und erfolgreich, inklusive der Suche nach einem Vermissten im Maisfeld aus der Luft mit Hilfe einer Drohne. Die Vermissten waren trotz dickem Disconebel in der Halle rasch gefunden, die Eingeklemmten befreit, der Brand gelöscht.

Udo Meiners, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, nutzte die große Runde mit Ratsmitgliedern, Bürgermeister, Zuschauern, Mitglieder der Unterstützungs- und Ehrenabteilung und Angehörigen der Einsatzkräfte, um besonders den Ehefrauen, Partnerinnen und Partnern für deren Unterstützung zu danken. Auch bei bisher 52 Einsätzen im laufenden Jahr könne man auf Übungen nicht verzichten, besonders um die Zusammenarbeit zu trainieren, sagte Meiners. Lars Teigeler, Planer und Leiter des Übungseinsatzes, zeigte sich mit dem Verlauf „sehr zufrieden“.

Kreisbrandmeister: Saerbecker Wehr ist „High End“

„Top Leistung“, meinte Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier zur Jahresübung der Feuerwehr und des DRK am Wochenende in Saerbeck. Die technische Ausstattung und besonders der Ausbildungsstand seien in Saerbeck „High-End“. Er wies auf die außergewöhnliche hohe Zahl von 28 Personen in der aktuellen Grundausbildung in Saerbeck hin. Diese wertete Meier als Beleg dafür, dass der Einsatz in der Freiwilligen Feuerwehr in Saerbeck einerseits Spaß macht. Andererseits werde dieses Engagement im Rathaus und bei den Bürgern des Dorfs hoch geschätzt und anerkannt. Auch deshalb sei das Spezialfahrzeug des Landes für den Katastrophenschutz in Saerbeck stationiert worden.

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Leistungsschau der Saerbecker Feuerwehr

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