Präventionskurs mit Eltern vor dem Schritt in die Grundschule
Starke Funkelstein-Kinder

Saerbeck -

Ziemlich selbstbewusst hüpften die Vorschulkinder in der DRK-Kita Burg Funkelstein auf das Podest, um sich ihre Urkunden abzuholen. Sie hatten zusammen mit ihren Eltern einen Präventionskurs absolviert, der helfen soll, sie zu „starken Kindern“ zu machen.

Dienstag, 28.01.2020, 09:00 Uhr
Die „starken Kinder“ der DRK-Kita Burg Funkelstein mit Eltern, Teamern des Kinderschutzbunds, Kita-Leiterin Kerstin Gräf (hinten links) und Lars Teigeler (hinten, 2. von links).
Die „starken Kinder“ der DRK-Kita Burg Funkelstein mit Eltern, Teamern des Kinderschutzbunds, Kita-Leiterin Kerstin Gräf (hinten links) und Lars Teigeler (hinten, 2. von links). Foto: Alfred Riese

Vier Stempel auf der Laufkarte um den Hals haben aus den Vorschulkindern der DRK-Kita Burg Funkelstein ganz offiziell „starke Kinder“ gemacht. Das bescheinigen die Urkunden, die sie und ihre sieben Kollegen aus weiteren DRK-Kitas am Sonntag bekamen. Es war der Abschluss des Präventionskurses „Kinder stark machen“. Dass der seine Wirkung nicht verfehlte, zeigten die Kinder, als sie selbstbewusst aufs Podest sprangen, um ihre Urkunden entgegenzunehmen.

Drei Fachkräfte des Kinderschutzbunds Rheine arbeiteten am Samstag und Sonntag mit Kindern und Eltern. In Workshops ging es um Gefühle und das darüber Reden, das Wahrnehmen des eigenen Körpers und von Grenzen, um Mutmach-Spiele und die Befähigung, an der passenden Stelle Nein zu sagen. Kinder und auch Eltern sollten lernen, ihrem Gespür zu vertrauen, wenn es um die Frage geht: Was ist okay, was nicht mehr? Und sie konnten zum Beispiel beim Blind-Parcours die Grenzen ihres Muts austesten, berichtete Mattes Koormann aus dem Projekt. Qualitätszeit mit den Eltern verbringen sei auch ein Ziel gewesen.

Hinter diesem Selbstbehauptungskurs steckt für den Kinderschutzbund die Eltern-Frage: „Wie schütze ich mein Kind vor körperlichen Übergriffen oder sexueller Gewalt?“. Der Kurs sei gedacht als „Begleitung bei dem Riesenschritt von der Kita in die Grundschule“, erklärte Mattes Koormann. Kinder und auch Eltern würden lernen, Gefahren einzuschätzen, ihren Gefühlen zu vertrauen, die Gefahr von Grenzverletzungen durch ihr eigenes Verhalten zu verringern und zu wissen, wo im Zweifelsfall Hilfe herkommen kann.

Der Dank von Kita-Leiterin Kerstin Gräf galt am Ende allen teilnehmenden Kindern und Eltern und Lars Teigeler, Leiter der Sparda-Bank-Filiale Rheine, die den Kurs mit einer Spende von 1500 Euro ermöglichte und die Teilnahme kostenfrei machte. „Besonders wichtig finde ich, dass die Kinder lernen, Gefahren einzuschätzen und ihren Gefühlen zu vertrauen“, sagte Lars Teigeler beim Besuch vor Ort. Die Spende stammt aus dem Gewinnsparen der Sparda-Bank West.

Kita-Leiterin Kerstin Gräf schilderte ihre Beobachtung, dass der Kurs „ein großer Spaß für alle“ war, besonders die Kinder aber auch viel daraus mitnehmen würden. Es habe sehr enge Verbindungen zwischen Kindern und Eltern gegeben. Beide Seiten hätten einen neuen Blick darauf gewonnen, wie sie in verdächtigen Situationen handeln können und wann ein energisches „Stopp“ sein muss. Die Beteiligung der Eltern beim Kurs sei sehr gut angekommen.

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