Einkaufslandschaft: Neue Läden und Erweiterungen
Rossmann will sich in Saerbeck niederlassen

Saerbeck -

Rossmann will sich in Saerbeck niederlassen, Aldi und K+K wollen ihre Verkaufsflächen vergrößern. Ob sich das mit bestehenden Flächen verträgt, ist fraglich.

Freitag, 31.01.2020, 20:56 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 21:00 Uhr
Die mehr als zehn Jahre alten Umzugspläne des Raiffeisen-Marktes konkretisieren sich offenbar.
Die mehr als zehn Jahre alten Umzugspläne des Raiffeisen-Marktes konkretisieren sich offenbar. Foto: Alfred Riese

In der Saerbecker Einzelhandelslandschaft tut sich was: Zunächst einmal nimmt der mehr als zehn Jahre alte Plan der Raiffeisengenossenschaft, ins Gewerbegebiet Nord I zu ziehen, nunmehr konkrete Formen an, wie Bürgermeister Wilfried Roos auf Nachfrage bestätigt. Der Umzug würde den Weg frei machen für eine Entwicklung des dann frei werdenden Grundstücks an der Industriestraße. Angedacht ist, dort die Voraussetzungen für ein großes Einkaufszentrum zu schaffen.

n der Saerbecker Einzelhandelslandschaft tut sich was: Zunächst einmal nimmt der mehr als zehn Jahre alte Plan der Raiffeisengenossenschaft, ins Gewerbegebiet Nord I zu ziehen, nunmehr konkrete Formen an, wie Bürgermeister Wilfried Roos auf Nachfrage bestätigt. Der Umzug würde den Weg frei machen für eine Entwicklung des dann frei werdenden Grundstücks an der Industriestraße. Angedacht ist, dort die Voraussetzungen für ein großes Einkaufszentrum zu schaffen.

Anfragen hierfür liegen vor: von der Drogeriekette Rossmann, die sich in Saerbeck mit einer Filiale niederlassen will, sowie von dem Discounter Aldi, der sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu seinem jetzigen Standort vergrößern will. Auch ein Textildiscounter sowie ein Schuh- und Lederwarenfachmarkt haben Interesse bekundet, wobei es sich hierbei um lose Anfragen handele, so Roos. Erweiterungsbedarf an seinem aktuellen Standort hat darüber hinaus der K+K-Markt angemeldet.

Bevor für das Raiffeisen-Grundstück ein Bebauungsplan aufgestellt werden kann, will die Verwaltung klären, welche Auswirkungen weitere Einzelhandelsflächen auf bestehende Geschäfte haben könnten. Hierzu wurde ein externes Stadtplanungsbüro mit der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes beauftragt. Diese Ergebnisse sowie eine sogenannte Verträglichkeitsanalyse wurden jetzt in der Sitzung des Planungs-, Bau-, Umwelt- und Klimaausschusses vorgetragen. Demnach spricht aus Sicht der Stadtplaner grundsätzlich nichts gegen die Ansiedlung eines Drogeriemarktes wie Rossmann. Und auch gegen die Erweiterungspläne von Aldi und K+K haben sie zunächst einmal nichts einzuwenden.

Bedenken gibt es allerdings hinsichtlich der Größen, um die die Einzelhandelsflächen wachsen würden. Rossmann kündigte eine Verkaufsfläche von 700 Quadratmetern an. Der K+K-Markt will sich um 378 auf 1678 Quadratmeter vergrößern, der Aldi-Markt um 256 auf 1256 Quadratmeter. Zusammen ergibt sich daraus eine zusätzliche Fläche von 1334 Quadratmetern.

Würden die Pläne eins zu eins umgesetzt werden, so hätte dies „wahrscheinlich“ zur Folge, dass der Edeka-Markt an der Grevener Straße seinen Betrieb aufgibt. Davon gehen zumindest die Autoren der Verträglichkeitsanalyse aus. Sie empfehlen deshalb, die Ausmaße zu begrenzen. Die Rossmann-Filiale sollte ihr Sortiment demnach auf einer Fläche präsentieren, die nicht größer ist als 500 Quadratmeter. K+K sollte seine Erweiterungspläne auf 1300, Aldi auf 1000 Quadratmeter beschränken.

Inwieweit die Empfehlungen der Stadtplaner im weiteren Verfahren berücksichtigt werden, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die anfänglichen Pläne eines weiteren Lebensmittel-Vollsortimenters, sich in Saerbeck mit einer Filiale niederzulassen, laut Bürgermeister Roos mittlerweile vom Tisch sind.

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