Rekord-Haushalt eingebracht
Investitionen von 12,6 Millionen Euro

Freitag, 31.01.2020, 17:11 Uhr
Mit den Händen im Wortsinn begreifen, dazu lud beim „Forscher(s)pass“ im Jahr 2014 unter anderem das Modell des Nahwärmenetzes der Gläsernen Heizzentrale Kita-Kinder ein.
Mit den Händen im Wortsinn begreifen, dazu lud beim „Forscher(s)pass“ im Jahr 2014 unter anderem das Modell des Nahwärmenetzes der Gläsernen Heizzentrale Kita-Kinder ein. Foto: Alfred Riese

In der Runde der Finanzpolitiker vergewisserte sich Roos erst noch einmal: Sind da wirklich keine Ergänzungs- oder Änderungsanträge außer den drei von der CDU? Ist sicher nichts in der E-Mail-Pipeline stecken geblieben? Nein, tatsächlich – da war nichts, sagte das allgemeine Kopfschütteln der Ausschussmitglieder.

Seitdem der Entwurf gedruckt vorgelegt wurde, haben sich an vier Stellen Voraussetzungen geändert, berichtete Kämmerer Guido Attermeier im Finanzausschuss.

Im Dezember hat der Rat beschlossen, dass die Gemeinde bis auf Weiteres die Trägerschaft des Jugendzentrums JuZe übernimmt. Der Stellenplan wird allerdings weitgehend kostenneutral erweitert, weil die Personalzuschüsse an den früheren Träger wegfallen.

Die Kosten für den Ausbau der Geh- und Radwege entlang der Ibbenbürener Straße fallen rund ein Drittel höher aus. Diese Kosten teilen sich weiter der Bund und die Gemeinde, die nach aktuellem Stand der Kalkulation 310 000 Euro zu zahlen hat.

In Sachen Klimakommune ist der Projektmanager von der Gemeinde zum Förderverein gewechselt. Die 30 000 Euro für seine Arbeit sollten allerdings weiter im Budget „Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen“ stehen bleiben, riet Bürgermeister Roos in der Sitzung.

Bei dieser Summe handelt es sich wohl teilweise um Einnahmen aus der Tätigkeit des Klimamanagers, die der Förderverein gerne zusammen mit den Kosten übernehmen würde.

Die Allgemeine Kreisumlage und die Jugendamtsumlage des Kreises, die Saerbeck zu zahlen hat, fallen gut 100 000 Euro niedriger aus, berichtete Kämmerer Attermeier den Stand nach der Sitzung des Kreistags Mitte Dezember. Außerdem stehe inzwischen fest, dass der Bund sich weiter an den Flüchtlingskosten beteiligt: 100 000 Euro mehr Einnahmen.

Über Anträge zum Haushalt wird traditionell in der Haushaltsdebatte im Rat diskutiert und abgestimmt. Die CDU möchte den Heimatpreis im Haushalt verankern, das „Forscher(s)pass“-Programm für Kitas im Bioenergiepark wiederbeleben und den Spielplatz Teigelkamp sanieren. Zum Spielplatz regte Roos an, zunächst den für 2020 bereits beschlossenen Ausbau der Straße und des Parkplatzes abzuwarten. Das schadhafte Trampolin stehe bereits auf der Reparaturliste des Bauhofs.

Für einen Antrag des SC Falke auf die Montage von Flutlicht an Fußballplatz drei mit Kosten von rund 80 000 Euro signalisierten Ausschussmitglieder Zustimmung. Bürgermeister Roos könnte sich allerdings auch vorstellen, dafür Geld zu nehmen, das dem Verein über den Kreissportbund aus einem Sonderprogramm zufließen soll.

Die nächste Ratssitzung mit Debatte und Beschluss zum Haushalt findet wegen des karnevalistischen Rathaus-Sturms nicht wie üblich am Donnerstag statt. Der öffentliche Teil beginnt am Mittwoch, 5. Februar, um 18 Uhr im Ratssaal im Rathaus.

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