Vorbeugung vor sexuellem Missbrauch
St. Georg berät Schutzkonzept

Saerbeck -

In der St.-Georg-Pfarrgemeinde liegt nach einem Jahr Arbeit das Institutionelle Schutzkonzept gegen sexuellen Missbrauch auf dem Tisch. Ostersonntag soll es in Kraft treten.

Freitag, 28.02.2020, 15:22 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 16:44 Uhr
Der Arbeitskreis aus Haupt- und Ehrenamtlichen, er das Institutionelle Schutzkonzept für die St.-Georg-Pfarrgemeinde erarbeitet hat, bei seiner letzten Sitzung im Pfarrheim.
Der Arbeitskreis aus Haupt- und Ehrenamtlichen, er das Institutionelle Schutzkonzept für die St.-Georg-Pfarrgemeinde erarbeitet hat, bei seiner letzten Sitzung im Pfarrheim. Foto: Alfred Riese

„Ziel ist es, dass sich Kinder und Jugendliche in der katholischen Kirche heimisch und geborgen fühlen können.“ Mit diesem Satz im Vorwort beschreibt das Seelsorgeteam der St.-Georg-Pfarrgemeinde das Ziel des Institutionellen Schutzkonzepts (ISK). Eine Arbeitsgruppe mit Ehrenamtlichen aus katholischen Vereinen und Verbänden, Pfarreirat und Kirchenvorstand sowie Mitarbeiterinnen aus den Kitas und dem Seelsorgeteam hat seit Februar 2019 an dem 26-seitigen Papier gearbeitet.

Pastoralassistent Philipp Langenkämper strukturierte diese Arbeit und das Konzept, das unter anderem eine Risikoanalyse enthält, einen Verhaltenskodex aufstellt, Maßnahmen zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeit zusammenträgt, Beschwerdewege zeigt und Ansprechpartner benennt. Unter anderem wird eine Präventionsfachkraft für die Gemeinde benannt. Stellvertretend für das gesamte hauptamtliche Seelsorgeteam sagte Langenkämper bei der letzten Sitzung des Arbeitskreises, man sei „sehr dankbar für die Arbeit, deren gutes Ergebnis sich sehen lassen“ könne.

Das ISK soll durch die Gremien der Kirchengemeinde und bei den katholischen Verbänden Kolpingsfamilie und Pfadfinder bestätigt werden und im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung auch für das Jugendzentrum JuZe gelten. Als Tag für das Inkrafttreten ist Ostersonntag vorgesehen.

Nach dem Bekanntwerden tausendfachen sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche hatte das Bistum Münster bereits 2014 eine Präventionsordnung erlassen und seine Stellen und Gemeinden flächendeckend verpflichtet, Institutionelle Schutzkonzepte aufzustellen.

„Nicht noch einmal soll innerhalb unserer katholischen Kirche auch nur ein Kind Opfer sexuellen Missbrauchs werden“, heißt es im Vorwort des ISK von St. Georg, „wir wollen alles dafür tun, was wir in Saerbeck tun und leisten können“. Dabei hofft Philipp Langenkämper darauf, dass sich das Schutzkonzept als fortlaufender Prozess etabliert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7300734?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F
Nachrichten-Ticker