Ausschuss befasst sich mit Fördermitteln aus „Gute Schule 2020“
Mehr Geld für Toiletten?

Saerbeck -

Aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ fließen in diesem Jahr nochmals rund 162 000 Euro nach Saerbeck. Dass das Geld für eine geplante Erweiterung der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule eingesetzt wird, ist eher unwahrscheinlich. Die Verwaltung schlägt vor, mit den Mitteln Schultoiletten zu sanieren und in Klassenräumen weitere Akustikdecken einzuziehen.

Donnerstag, 05.03.2020, 16:39 Uhr
St.-Georg-Grundschule Saerbeck
St.-Georg-Grundschule Saerbeck Foto: Katja Niemeyer

Der Jugend-, Schul- und Sportausschuss des Gemeinderates befasst sich in seiner Sitzung am kommenden Dienstag mit Fördermitteln aus dem Programm „Gute Schule 2020“ – und damit indirekt auch mit der geplanten Erweiterung der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule. In der letzten von insgesamt vier Förderperioden würden der Gemeinde in diesem Jahr nochmals rund 162 000 Euro zur Verfügung stehen. Rein theoretisch könnte das Geld in einen Ausbau der Gesamtschule fließen. Die Verwaltung schlägt aber vor, damit zum einen Toilettenanlagen sowohl in der Gesamtschule als auch in der St.-Georg-Grundschule zu sanieren. Zum anderen könnten mit den Mitteln weitere Akustikdecken in den beiden Schulen bezahlt werden.

In ihrer Vorlage zu der Sitzung kommt die Verwaltung zu dem Schluss, dass die Entscheidung über eine mögliche Erweiterung der Gesamtschule nicht unter Zeitdruck gefällt werden sollte. Und das zumal die Fördermittel von rund 162 000 Euro nur einen Bruchteil der Investitionskosten von rund 3,1 Millionen Euro ausmachen, mit denen derzeit für den Ausbau kalkuliert wird.

Die Diskussion um die Erweiterung der Gesamtschule zieht sich schon seit einigen Jahren hin. In dem Zusammenhang stellt sich zudem die Frage, inwieweit das Gebäude der alten Hauptschule, die schon heute zum Teil von der MKG mitgenutzt wird, in die Pläne einbezogen werden sollte. Denkbar wäre zum Beispiel, diese zu sanieren oder alternativ abzureißen, um anschließend einen Neubau zu errichten.

Die Verwaltung kündigt an, in der Sitzung am Dienstag über den Planungsstand der MKG-Erweiterung zu informieren.

Die erste Tranche aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ war 2017 in den Brandschutz im Gebäude der St.-Georg-Grundschule geflossen. In den beiden Folgejahren floss das Geld in den Ausbau der Grundschule.

Die Verwaltung geht davon aus, dass die Nachrüstung mit Akustikdecken für beide Schulen rund 100 000 Euro verschlingen würde. Bereits seit einigen Jahren steckt die Gemeinde nach und nach Geld in einen besseren Schallschutz in Klassenräumen. Sowohl diese Investition als auch die Sanierung der Toilettenanlagen wären in naher Zukunft ohnehin auf die Gemeinde zugekommen, so die Verwaltung.

Grundsätzlich bestehe auch die Möglichkeit, das Geld aus „Gute Schule 2020“ für eine weitere Digitalisierung an den Schulen zu verwenden. Die Verwaltung geht allerdings davon aus, dass hierfür die Fördermittel aus dem Digitalpakt von insgesamt rund 363 000 Euro ausreichen würden.

 

Mit dem Programm „Gute Schule“ stehen den Kommunen im Land über langfristige Kredite der NRW-Bank von 2017 bis 2020 jährlich 500 Millionen Euro zur Verfügung, um Schulen zu sanieren, auszubauen und zu digitalisieren. Die Tilgung der Kredite übernimmt das Land.

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