„Bürgerdialog“ mit Bürgermeisterkandidat Dr. Tobias Lehberg
Mit SWOT die Zukunft gestalten

Saerbeck -

Der parteilose Bürgermeisterkandidat Dr. Tobias Lehberg hat am Donnerstagabend zum zweiten „Bürgerdialog“ eingeladen. Seine Gäste diskutierten mit Juristen über den Wirtschaftsstandort Saerbeck – und kamen zu dem Schluss, dass die Gemeinde mit ihrer schlanken Verwaltung punkten kann.

Samstag, 07.03.2020, 06:11 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 14:40 Uhr
Bürgermeisterkandidat Dr. Tobias Lehberg diskutierte mit seinen Gästen über den Wirtschaftsstandort Saerbeck.
Bürgermeisterkandidat Dr. Tobias Lehberg diskutierte mit seinen Gästen über den Wirtschaftsstandort Saerbeck. Foto: Katja Niemeyer

Nein, seine Positionen zu den Themen, die Saerbeck derzeit bewegen, wollte der parteilose Bürgermeisterkandidat Dr. Tobias Lehberg am Donnerstagabend beim „Bürgerdialog“ noch nicht verraten. „Ich habe sicherlich eine Meinung zu bestimmten Themen, möchte zunächst aber Ihre Ansichten hören“, wandte sich der Jurist mit Wohnort in Dinslaken zu Beginn der Veranstaltung an die 20 Gäste, die der Einladung in das Restaurant Ruhmöller gefolgt waren.

Statt seine politische Meinung zu Gewerbesteuerhebesätzen, digitaler Infrastruktur und Verkehrsanbindung vorzutragen, lud Lehberg deshalb unter der Überschrift „Innovativ und international – Wirtschaftsstandort Saerbeck“ dazu ein, Stärken und Schwächen der Gemeinde sowie Chancen und Risiken zu nennen. SWOT-Analyse lautet diese Methode, die in Unternehmen zur Entwicklung von Strategien zum Einsatz kommt. Lehberg münzte das Instrument kurzerhand für die zweite Auflage des „Bürgerdialogs“ um.

Klar, einige der genannten Stärken wie Bioenergiepark überraschten nicht. Einige Gäste fanden aber zum Beispiel auch, dass die Gemeinde mit einer schlanken Verwaltungsstruktur punkten kann. Zu den Schwächen zählten sie fehlende Fachkräfte im Handwerk, Risiken sehen sie in einer möglicherweise zu großen Abhängigkeit von einem Wirtschaftszweig, Chancen in einem sanften Tourismus.

In Gruppen wurden sodann Ideen entwickelt, wie die Stärken gestärkt, die Schwächen geschwächt, Risiken vermieden und Chancen genutzt werden können. Die schlanke Verwaltung, hieß es etwa, könne mehr Dienste über das Internet anbieten. Und bei Unternehmen, die sich neu in Saerbeck ansiedeln, sollten Start-Ups besonders gefördert werden. Außerdem wurde angeregt, innerörtliche Flächen besser zu nutzen, indem zum Beispiel über eine Wohnbebauung auf Supermarktgebäuden nachgedacht werde.

Der „Bürgerdialog“ ist eine Veranstaltungsreihe zu unterschiedlichen Themen. Bei der Premiere Mitte Februar ging es um „Wohnen in Saerbeck“. Nächster Termin ist Dienstag, 24. März. In Dahms Hoff soll dann ab 20 Uhr über „Saerbeck for future – Jugend im Dorf“ diskutiert werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7314001?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F
Nachrichten-Ticker