Deutsches Rotes Kreuz ehrt regelmäßige Blutspender
Danke für „doppelte Leistung“

Saerbeck -

Bei der Ehrung langjähriger Blutspender sagte das Deutsche Rote Kreuz Danke für „unentgeltliche und uneigennützige“ Unterstützung der guten Sache. Die Zahl der Erstspender stieg in Saerbeck, gleichwohl ruft das Rote Kreuz dazu auf, weiter Erstspender anzuwerben.

Sonntag, 08.03.2020, 20:37 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 16:27 Uhr
Die Jubiläums-Blutspender, die zum Ehrungstermin ins DRK-Heim kamen, mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes. Thomas Dertenkötter (7. von links) wurde für 125 Blutspenden ausgezeichnet.
Die Jubiläums-Blutspender, die zum Ehrungstermin ins DRK-Heim kamen, mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes. Thomas Dertenkötter (7. von links) wurde für 125 Blutspenden ausgezeichnet. Foto: Alfred Riese

Die Info zum richtigen Händewaschen hängt in der Tür, dahinter steht auf einem Tischchen ein Desinfektionsmittel-Spender. Ansonsten hält man es im Versammlungsraum des DRK-Heims bei der Blutspenderehrung gelassen mit dem Thema Corona-Virus. Nur das Händeschütteln zur Begrüßung ersetzen am Samstag manche durch den „Ellenbogenkuss“.

Mit Urkunden, Anstecknadeln, Anhängern und Präsenten will der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes „Danke sagen für ihre große, gewaltige Leistung“, leitet der DRK-Vorsitzende Alfons Günnigmann die Ehrung ein. Nach Kaffee und Kuchen erklärt er, warum die 24 Jubiläums-Blutspender Gewaltiges getan haben. 100 Mal ein halber Liter, das mache 50 Liter oder fünf Eimer voll, rechnet Günnigmann sehr plastisch vor.

Nach der Spende an sich müsse der Körper das Blut wiederherstellen: „Das ist eine doppelte Leistung“, stellt er fest. Dabei sei „Blut immer noch einmalig. Nur der Mensch kann es herstellen, künstliches Blut gibt es nicht“, begründet Günnigmann, warum die Spender „ein sehr gutes Werk für ihre Mitmenschen getan“ haben.

Dieses Werk wurde im vergangenen Jahr bei den fünf Blutspendeterminen in Saerbeck 890 Mal getan, berichtete Jürgen Schwering-Corves vom Blutspendedienst West. Während die Gesamtzahl der Spender leicht rückläufig war (2018: 914), stieg die Zahl der Erstspender um 14 auf 34. „Super gut“, quittiert Schwering-Corves diese Entwicklung.

Gleichwohl ruft er auf, Erstspender anzuwerben. Es sei für das DRK schwieriger geworden, junge Menschen zu ihrem 18. Geburtstag zu erreichen und für die Blutspende zu begeistern. Spender würden „unentgeltlich und uneigennützig handeln, ohne je zu erfahren, für wen sie gespendet haben“, lobt Schwering-Corves. Mehr als ein Viertel des Spenderbluts würde zum Beispiel in Krebstherapien gehen. Angesichts der Verbreitung des Corona-Virus versuche der Blutspendedienst, alle Termine aufrecht zu erhalten und passe die Verfahren an die Erfordernisse an.

Für Saerbeck und das hiesige DRK findet er viele lobende Worte: sehr gute Bedingungen in der Schule und mit dem Hausmeisterteam dort, mit den Damen im Verpflegungsteam und dem DRK-Ortsverein, der bei jedem Termin mit rund 20 Ehrenamtlichen dabei sei – „es läuft rund hier“.

Mit einer Einschränkung, die der Ortsvereinsvorsitzende Günnigmann als Aufruf formulierte: „Auch wenn die Zahlen etwas zurückgegangen sind: Wir träumen weiter davon, einmal die Tausender-Marke zu knacken.“

Der nächste Blutspendetermin ist am Dienstag, 5. Mai, 16.30 bis 20.30 Uhr, in der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule, Schulstraße.

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