Corona III: St. Georg zieht in Kapelle um
Gottesdienste ja, aber mit viel Umsicht

Saerbeck -

Die St.-Georg-Gemeinde zieht mit ihren Gottesdiensten am Wochenende in die Kapelle im Pfarrheim um. Wegen des Corona-Virus gelten strenge hygienische Vorgaben. Die Gemeinde bittet insbesondere ältere und vorerkrankte Menschenjeden, gründlich abzuwägen, ob ein Gottesdienst vertretbar ist. Weil am Samstag um 17 Uhr zwei große Gebetsgedenken stattfinden, empfiehlt sie allen nicht direkt daran Anteilnehmenden, die Termine am Sonntag wahrzunehmen.

Freitag, 13.03.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 13.03.2020, 18:00 Uhr
Das Schild über dem Eingang zur St.-Georg-Kapelle im Pfarrheim, wo am Wochenende die Gottesdienste stattfinden sollen.
Das Schild über dem Eingang zur St.-Georg-Kapelle im Pfarrheim, wo am Wochenende die Gottesdienste stattfinden sollen. Foto: Alfred Riese

Die Wochenend-Gottesdienste der St.-Georg-Pfarrgemeinde können wegen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus nicht mehr in der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) stattfinden. Das hat der Krisenstab der Gemeindeverwaltung am Freitagvormittag der Kirchengemeinde mitgeteilt. Alle weiteren kommunalen Räume sind ebenfalls gesperrt. Das Kirchengebäude selbst steht wegen Umbauarbeiten nicht zur Verfügung. Für St. Georg stellt sich damit die Frage: Wo sollen die Gottesdienste am Samstag und Sonntag jetzt und danach stattfinden.

In dieser Situation hat sich die Gemeindeleitung entschlossen, die drei Gottesdienste an diesem Wochenende in der St.-Georg-Kapelle im Pfarrheim anzubieten. Das ist der Stand von Freitagmittag. Dabei folgt St. Georg einer tagesaktuell herausgegebenen „Handlungsanweisung Coronavirus“ des Bischöflichen Generalvikariats Münster. Sobald der Verdacht auf eine Erkrankung, welcher Art auch immer, besteht, sollen Beteiligte keine liturgischen Dienste ausüben. Das betrifft unter anderem Priester, Messdiener und Kommunionspender. Die Kollektenkörbchen werden nicht von Hand zu Hand weitergereicht, sondern am Ausgang fest aufgestellt. Priester und Kommunionspender sollen vor ihrem Dienst die Hände waschen, zusätzlich desinfizieren wird empfohlen. Von der Mundkommunion „soll abgesehen werden“. Beim Friedensgruß soll auf Körperkontakt verzichtet werden.

Im Pastoralteam wurde unter anderem erwogen, dass die Kapelle im Saal des Pfarrheims relativ klein ist und dass zu den Gottesdienstbesuchern ein hoher Anteil Menschen aus Risikogruppen (Alter, Vorerkrankung) zählt. Jeder solle selbst gründlich abwägen und entscheiden, ob er einen Gottesdienst besucht.

An diesem Wochenende rechnet das Pastoralteam wegen zweier Gebetsgedenken mit vielen Gottesdienstteilnehmern zum Termin Samstag, 17 Uhr. Wer zu diesen Gebetsbedenken keinen direkten Bezug hat, wird ausdrücklich gebeten, auf die Gottesdienstzeiten am Sonntag auszuweichen, vorzugsweise 8 Uhr, sonst 10 Uhr. Man hofft, so die Platzsituation in der Kapelle zu entspannen und Abstand zu ermöglichen.

Im Fastenprogramm ist angekündigt, dass Schwester Imelda Schmiemann die drei Gottesdienste mitgestaltet. Sie hat am Freitag bestätigt, dass sie kommt. Für das darauffolgende Wochenende hat Schwester Hannelore abgesagt, teilt St. Georg mit.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7326315?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F
Nachrichten-Ticker