Juze-Leiterin Grothaus-Schreiber bietet ein „Sorgentelefon“
„Die Eltern erfahren nichts“

Saerbeck -

Das Juze in Saerbeck ist wie alle Jugendeinrichtungen der Region im Augenblick wegen Corona gesperrt. Trotzdem haben die Saerbecker Jugendliche und möglicherweise ihre Eltern gerade jetzt viele Fragen. Mit einem Sorgentelefon bietet Juze-Leiterin Gabriele Grothaus-Schreiber dafür ein offenes Ohr an. Wer Bedarf hat, kann sich während der Woche bei ihr Melden.

Samstag, 04.04.2020, 10:20 Uhr
Stellten das Sorgentelefon für Kinder im Juze an: Leiterin Gabriele Grothaus-Schreiber und Gemeinde-Kämmerer Guido Attermeier
Stellten das Sorgentelefon für Kinder im Juze an: Leiterin Gabriele Grothaus-Schreiber und Gemeinde-Kämmerer Guido Attermeier Foto: Günter Benning

Von den Auswirkungen der Corona-Pandemie sind so ziemlich alle Bereiche des Lebens betroffen. Und auch Kinder und Jugendliche, die sich über die zusätzlichen „Corona-Ferien“ gefreut hatten, haben inzwischen eingesehen, dass diese Zeit nicht unbedingt spaßig ist.

Zu Hause bleiben, statt mit den Kumpels zu spielen oder zu feiern ist oft nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. In den Familien baut sich häufig Konfliktpotenzial auf. Und genau deshalb richten Gemeinde und Jugendzentrum jetzt ein Krisentelefon ein.

„Ich habe ja immer noch Kontakt zu den Jugendlichen, sei es über Instagram oder WhatsApp“, erklärt Gabriele Grothaus-Schreiber, Leiterin des Jugendzentrums Juze und systemische Beraterin, in einem Gespräch mit dieser Zeitung.

Und natürlich sei da herauszuhören, dass nicht alles problemlos ablaufe. „Die Kinder und Jugendlichen brauchen auch mal jemanden Neutrales, mit dem sie ihre Probleme besprechen können.“

Sie als Leiterin des Juze sei für viele Kinder und Jugendliche eine Vertrauensperson. „Und alles, was ich am Telefon erfahre, bleibt geheim“, erzählt sie und verweist auf ihre Schweigepflicht.

„Die Eltern werden von dem, was mir ihre Kinder anvertrauen, nichts erfahren. Das ist mir wichtig zu betonen“, sagt sei.

Aber: Das Krisentelefon ist nicht nur und ausschließlich für die Kinder und Jugendlichen gedacht.

„Auch viele Erwachsene haben in dieser Krisensituation Probleme, über die sie gerne mit jemanden sprechen möchten“, weiß die Pädagogin. Und auch für die sei dieses Krisentelefon gedacht.

Das Telefon ist ab dem 6. April scharf geschaltet. Gabriele Grothaus-Schreiber ist dann montags und mittwochs von 11 bis 13 Uhr erreichbar (außer vom 14. bis 16. April). „Wenn jemand Termine für ein Gespräch vereinbaren möchte, kann er das per Mail tun“, erklärt sie abschließend.

 

Gabriele Grothaus-Schreiber ist montags und mittwochs von 11 bis 13 Uhr unter 02574 / 887640 erreichbar. Terminvereinbarung für Gespräche per Mail.

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